Atomnix
21.02.2008 - 22:20
Bereits am 28.01.08 erfolgte nach Aussage des Umweltministeriums Baden-Württemberg in dessen Monatsbericht für den Januar 2008 ein Test-CASTOR aus der sogenannten 'Verglasungs-Anlage' (VEK) auf dem Gelände der im Abriß befindlichen ('Wiederaufbereitungs-Anlage') WAA Karlsruhe in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Greifswald-Lubmin: "Am 28.1.2008 wurde der CASTOR-Behälter vom Anlagengelände der WAK nach Greifswald abtransportiert."
Blinky
21.02.2008 - 13:45
Auch im Jahr 2008 fand im Berliner Hotel Maritim die Wintertagung des Deutschen Atomforums statt. Vom 6. bis 7. Februar 2008 klüngelten Eliten aus Politik und Atomindustrie, wie die deutschen Atommeiler weiterhin am Netz bleiben können und die Quelle der spudelnden Extra-Profite nicht zum versiegen kommt.
Für Aufsehen sorgte diesmal der Auftritt von Wolfgang Clement, RWE-Lobbyist mit Pareibuch der Sozialdemokrat/innen. Er forderte einen Weiterbetrieb der Atomkraftwerke.
Auf der Straße demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen das Atomforum und dessen Grünfärberei. Mit seiner Kampagne "Klimaschützer der Woche" hatte es die Sorge um den Klimawandel für eigene Profitinteressen instrumentalisiert.
Francis Althoff
19.02.2008 - 14:15
Castor: Prozess Sachbeschädigung durch Polizei
Polizei-Räumpanzer rammte absichtlich Traktor bei Castortransport 2004
Über einen Strafantrag wegen absichtlicher Sachbeschädigung, die ein Polizei-Räumpanzer bei einem Castortransport nach Gorleben an einem Traktor verursacht hat, wird am Donnerstag (21.02.08) ab 13 Uhr im Landgericht Lüneburg verhandelt.
pressedienst@ag-schacht-konrad.de
19.02.2008 - 11:46
KritikerInnen mahnen persönliche Verantwortung der Forschungsministerin für das havarierte Atommüll-Lager an und beenden zugleich einen siebenmonatigen Versuch, mit Frau Schawan ins Gespräch zu kommen. Sie fragen: Wovor haben Sie Angst, Frau Minister ?
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
14.02.2008 - 12:37
Vier Wochen nach der spektakulären Abseilaktion am 16. Januar bei Burgsteinfurt im Münsterland, durch die ein Uranmülltransport von Gronau nach Russland für 7 Stunden gestoppt wurde, gibt es nun erste konkrete Repressionsversuche im Münsterland. Gegen einen Atomkraftgegner aus Altenberge wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er angeblich gegen das Versammlungsrecht verstoßen hat. In Altenberge hatten rund 25 Leute gegen den Uranmülltransport am Bahnhof demonstriert. Schon an dem Abend hatte die Steinfurter Kreispolizei Jugendliche aus Telgte bis an die Kreisgrenze verfolgt und kontrolliert.
Cine Rebelde
07.02.2008 - 11:09
Klimawandel, Atomkraft und die Energiewende
Angesichts der drohenden Klimakatastrophe wirbt die Atomindustrie immer wieder für eine Renaissance der Atomkraft als Rettung für den Klimawandel. Um dies zu widerlegen, haben Scott Ludlam und die Anti-Nuclear Alliance of Western Australia 2007 einen 30-minütigen animierten Dokumentarfilm produziert, der kurz und prägnant die wichtigsten wissenschaftlichen Hintergründe des Klimawandels und der Atomkraft vermittelt und anschaulich erklärt, weshalb Atomenergie mit seiner katastrophenreichen Geschichte niemals eine Lösung für die globale Erwärmung der Erde sein kann.
AutonomesAtom
04.02.2008 - 18:12
Wie durch Vattenfall bestätigt,gab es am Montag dem 4.Febr.2008 gegen 8.00 erneut einen Schwelbrand im Akw Krümmel bei Hamburg,welches in diesem Zusammenhang gerräumt werden musste.Die hauseigene Feuerwehr verzichtete auf die Unterstützung des Kräfte aus Schleswig Holstein.
Francis Althoff
28.01.2008 - 14:14
Der Lüchow-Dannenberger Kreistagsabgeordnete Martin Donat hat vor dem Karlsruher Bundesverfassungsgericht gegen die Speicherung seiner persönlichen Daten in
Polizeidateien bei einem Castortransport nach Gorleben Klage erhoben. Damit will er sich gegen die Feststellung seiner Personalien während einer rechtlich umstrittenen Polizeieinkesselung am 10. November 2006 bei einer Treckerblockade in Pudripp zur Wehr setzen.
Francis Althoff
25.01.2008 - 14:45
Castortransport: Rechtswidrige Freiheitsentziehung von Rechtsanwälten
Das Amtsgericht Dannenberg hat in einem Beschluss festgestellt, dass die
polizeiliche Freiheitsentziehung von zwei Hamburger Rechtsanwälten bei
einem Castortransport nach Gorleben rechtswidrig war. Die betroffenen
Anwälte Thomas Hauswaldt und Martin Lemke hatten am 12. November
2006 im Rahmen eines anwaltlichen Notdienstes ihren Mandanten, die
Demonstrantions- und Blockadeteilnehmer waren, anwaltlichen Beistand
geleistet.
Francis Althoff
23.01.2008 - 14:06
BI befremdet über BFS-Verhalten
Gorlebener Messunterlagen weiter nicht einsehbar
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) hat noch immer keine
Reaktion des Bundesamts für Strahlenschutz auf ihre Bitte um Einsicht in fragliche
geologische Messunterlagen zum Gorlebener Salzstock. Laut dem ehemaligen
stellvertretenden DBE-Projektleiter Volker Eyssen, sind bei der Auflösung der mit
Messungen beauftragten Firma Prakla Seismos bergeweise Messdaten aus den
80er Jahren verschwunden. Fehlende Messunterlagen könnten in einem
Genehmigungsverfahren zum Endlager Gorleben das gerichtliche Aus für den
Standort bedeuten.
Francis Althoff
23.01.2008 - 14:03
Verfassungsbeschwerde gegen Castor-Polizeikessel
Kreistagsabgeordneter wehrt sich gegen Polizeimaßnahme bei angemeldeter Versammlung
Ein Kreistagsabgeordneter aus Lüchow-Dannenberg, der bei einem Castortransport zusammen mit über 300 Atomkraftgegnern ohne Vorwarnung stundenlang von der Polizei eingekesselt wurde, hat Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe erhoben. Die Polizei kesselte am 10 November 2006 in Pudripp alle Anwesenden unterschiedslos ein, bevor sie eine Versammlungsauflösung aussprach, der jedoch wegen des Kessels niemand mehr Folge
leisten konnte.
Ursula Kleber, Asse-II-Koordinationskreis
20.01.2008 - 21:39
Unrealistischer Zeitplan oder unernsthaftes Vorgehen:
Was heißt Optionsvergleich?
Die Ankündigung der drei beteiligten Ministerien in Bund und Land, alle Optionen im Umgang mit dem havarierten Atommüll-Lager ASSE II bis Mitte 2008 abschließend zu prüfen, ist entweder unrealistisch oder unernsthaft. Das ist ein Ergebnis eines - seit November 2007 zweiten - Fachgespräches, das KritikerInnen der „Nasslagerung“ von Atommüll in der ASSE II an diesem Wochenende mit unabhängigen Experten führten.
Nigel Carney
20.01.2008 - 10:47
Alleged environmental contamination at the Mount Gee Uranium deposit in the far north of South Australia is being investigated by the SA Government and the Environment Protection Authority (EPA). (ABC News Wed Jan 16, 2008 5:25pm AEDT). The plan to extract seven billion dollars worth of Uranium ore has been controversial from the outset, with Mount Gee being situated in the Arkaroola Wilderness Sanctuary and the mining process posing considerable threat to the ecology of the area and the ancient aquifers connected to the Paralana hot springs, a site of significance for the Adnyamathanha people.
MegA
17.01.2008 - 01:50
Uranzug gestoppt!
contrAtom
16.01.2008 - 22:10
Mit einer spektakulären Abseilaktion hat heute eine Anti-Atom-Aktivistin den Bahntransport von radioaktivem Uranhexafluorid (UF6) aus der Urananreicherungsanlage Gronau mit Ziel Russland blockiert.
Waldläufer
16.01.2008 - 13:21
Gut informierte Kreise gehen davon aus, das heute abend die Waggons mit abgereichertem Uranhexafluorid das Gelände der Urenco Gronau verlassen werden.
SOFA Münster
15.01.2008 - 15:28
Das Atommülllager Ahaus hat neue Mitbetreiber: Wie erst jetzt bekannt wurde halten der Bund, die Länder NRW und Saarland sowie die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie über den neu gegründeten Evonik-Konzern 45% der Anteile an der Zwischenlagerfirma BZA. Damit bestimmen die drei Regierungen und die Gewerkschaften zusammen mit den großen Atomkonzernen das Geschehen im Zwischenlager! Bis jetzt war offiziell immer die Atomindustrie für die "Zwischenlagerung" verantwortlich, nun sitzen Staat und Gewerkschaft mit im Boot.
Soligruppe Harlingen2005
13.01.2008 - 21:00
Der Zug rollt wieder an. . .
Bis 2010 sind um den durch die Bundesregierung zugesicherten Zeitplan einzuhalten noch drei Castortransporte von LaHague nach Gorleben geplant. Durch die Pause 2007 besteht damit jetzt ein gewisser Zeitdruck. Der nächste Transport ist für 2008 angesetzt, und es gibt sogar einige Hinweise auf einen zweiten Transport 2008. Doch beginnt die nächste Runde nicht erst mit dem Transport. Diesmal eröffnet die Staatsanwaltschaft das Spiel. Mit einem Prozess.
Am 31.1.08 werden vorm Amtsgericht Dannenberg zwei Menschen vor Gericht stehen, die Anklage lautet Brandstiftung. Sie werden beschuldigt, im November 2005, am Tage des Castortransports ein Strohlager an der Strecke abgefackelt zu haben. Als Beweise gelten die dubiosen Aussagen zweier Zivibullen, sonst nix. Abgehandelt wird das ganze vorm Schöffengericht, sodass ein hohes Strafmaß zu erwarten ist.
SOFA Münster
10.01.2008 - 00:00
Der für heute geplante Uranmülltransport von Gronau und Almelo/NL nach Russland wurde verschoben. Originalkommentar der Polizei heute: "Der Transport wurde abgesagt." Dabei handelt es sich aber nur um einen kurzen Aufschub - schon morgen Abend (Donnerstag) kann der Uranmüll auf die lange Reise zum Ural gehen. Das Uranschiff Doggersbank liegt im Hafen von Rotterdam schon bereit. Unterdessen fanden am Abend in Burgsteinfurt und Altenberge die angekündigten Schrankeninspektionen statt. Auch in Gronau waren Leute an der UAA.
SOFA Münster
03.01.2008 - 23:20
Kaum ist der Rauch der Silvesterknaller verzogen, da ist es mit der Ferienstimmung auch schon vorbei: Auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau stehen in Zweierreihe die typischen Russlandwaggons zum Abtransport bereit. Die Anti-Atom-Gruppen im Münsterland rechnen deshalb mit einem baldigen Transporttermin. Außerdem hat die UAA-Betreiberin Urenco für ihre Uranmülltransporte von Gronau und Almelo nach Russland fette neue Transportlizenzen für 2008 erhalten - und: in Kürze soll die erste Stufe des UAA-Ausbaus in Gronau in Betrieb gehen. 2008 wird in Gronau also ziemlich heiß werden!