Verfolgung der Angriffe auf Journalisten

Antifaschistischer Pressedienst 17.05.2008 09:48 Themen: Antifa Medien
Während das Neonazi Forum Altermedia im Bild Format über "Linke Hetz Journalisten" titelt, gibt es nun Ermittlungen gegen die Angriffe auf Journalisten, die sich während des ersten Mai in Hamburg ereignet hatten. Dazu lautet der Artikel im polemischen Schreibstil: "Die linke Journalistenbande sollte nicht Ursache mit Wirkung verwechseln."
Der Deutsche Journalisten-Verband hat nach einer Pressemitteilung die Aufnahme von Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Gewaltaufrufen gegen Journalisten begrüßt. Auf Internetseiten, die ausschließlich dem rechtsextremistischen Spektrum zugerechnet werden, war nach den 1. Mai-Krawallen in Hamburg wiederholt zu Gewalt gegen Journalisten aufgerufen worden. Dabei sei nach Aussage des Journalisten Verband sowohl allgemein als auch gegen namentlich benannte Kolleginnen und Kollegen gehetzt worden.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat daraufhin am heutigen Donnerstag Ermittlungen wegen Verstoßes gegen Paragraf 111 StGB eingeleitet.

Während der Demonstration war es zu tätlichen Angriffen auf Journalisten gekommen, unter anderem auch ein Panorama-Team. Eine Panorama-Reporterin sowie ein Kameramann wurden mehrmals getreten, militante Neonazis - so genannte "Autonome Nationalisten" – bepöbelten und schubsten das Team. Dazu aus einem Interview mit dem Morgenmagazin ZAPP: "Die haben sich auf diesen Kameramann gestürzt, haben den geschubst, getreten, geschlagen, in den Bauch getreten, ins Gesicht getreten, und der konnte sich da gar nicht helfen. Dem ist dann ein Journalistenkollege zu Hilfe gekommen. Der hat sich ganz mutig in die Situation rein begeben, hat versucht die Angreifer wegzudrängeln." Auf Altermedia war unter anderem zu den Angriffen während der Neonazidemonstration folgendes geäußert worden: "Wären wir nicht so durch und durch gute Menschen, dann würden wir jetzt wohl so etwas wie - na sagen wir mal - Schadenfreude empfinden. In Hamburg hat es nämlich zwei Journalisten erwischt!"


„Das ist der richtige Schritt zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen wie auch der Pressefreiheit“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Wer zur Jagd auf Journalisten bläst, greift das demokratische Gemeinwesen an.“ Es sei Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten, kritisch und unabhängig zu berichten. Das werde durch die Aufnahme der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Hamburg noch unterstrichen. "Gewalt erzeugt oft auch Gegengewalt und das ist offenbar in Hamburg passiert. Auch Schreibtischtäter können mit ihren Worten und Werken gewalttätig werden", so die NPD auf Anfrage. Hamburger Polizei und Verfassungsschutz - sicherlich keine Freunde von "linken Chaoten" - stellte ausdrücklich fest, dass die Gewalt von Rechts ausging. Christian Worch rechtfertigte das Vorgehen gegen die Journalisten als Berufsrisiko: "Sie werden für dieses Risiko ja schließlich gut bezahlt!"


Gezielte Gewalt - Rechtsradikale attackieren Journalisten
 http://www.youtube.com/watch?v=ufCm6TPoE4w&feature=related
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Ergänzungen

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geht mal an die Leuft, ihr Nerds! 17.05.2008 - 13:28

Neue Dimensionen

http://www.zeit.de/ 18.05.2008 - 09:30
Im aktuellen Verfassungsschutzbericht wird vor der erhöhten Aggressivität der Neonazi-Szene gewarnt. Die zeigt sich beispielsweise im Internet, wo Neonazis offen zum Mord aufrufen.

Auf der rechtsextremen Internetseite "Altermedia" wird seit Freitagmorgen offen zum Mord an Politikern aufgerufen. "Altermedia" ist eine der meistgenutzten Nachrichten- und Diskussionsplattformen der Szene. So fordert dort ein Benutzer, sich "mal ein anständiges Präzisionsgewehr zu besorgen" und "Jagd auf Berufspolitiker" zu machen. "Ein Zeichen wäre es alle mal, wenn Merkel beim Aussteigen aus ihrer Limousine plötzlich ne Kugel sitzen hätte", heißt es weiter in der Hassbotschaft.

Auch zu Gewalt gegen Journalisten wird auf dem Nachrichtenportal aufgefordert. Mehrere Pressevertreter werden dabei namentlich genannt und mit Porträtfoto gezeigt. Die Angriffe auf Journalisten während des Naziaufmarsches am 1.Mai in Hamburg feiern die Rechtsextremen auf "Altermedia" als gelungenen "Schlag gegen die Systempresse" und "Vergeltung für jahrzehntelanges, ungestraftes Lügen und Hetzen".

Aufgrund der Drohungen gegen Journalisten auf der Webseite ermittelt seit dem 15. Mai die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Unbekannt wegen "Öffentlicher Aufforderung zu Straftaten".
Als Verantwortlicher für "Altermedia" gilt Axel Möller aus Stralsund. Mehrfach schon geriet Möller in den Fokus staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen. Wegen Volksverhetzung wurde er bereits zu Geld- und Haftstrafen verurteilt.

Die CDU-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern verklagte Möller 2007 wegen Beleidigung und Verletzung des Urheberrechts, weil er auf "Altermedia" ohne Genehmigung Fotos zweier CDU-Landespolitiker veröffentlicht und die beiden beleidigt habe. Das Landgericht Berlin belegte Möller mit einer einstweiligen Verfügung und einer Strafandrohung von 50.000 Euro oder sechs Monaten Haft. Gegen diesen Beschluss legte Möller Widerspruch ein. Obwohl Möller in der Vergangenheit mehrfach in Interviews zugegeben hatte, dass er der Macher von "Altermedia" ist konnte ein gesicherter Nachweis nicht geführt werden und der Beschluss musste aufgehoben werden.

 http://www.zeit.de/online/2008/21/neonazi-mordaufruf-merkel

Justiz untersucht Attacken auf Journalisten

http://www.jungewelt.de 20.05.2008 - 00:17
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Gewaltaufrufen von Neonazis gegen Journalisten und wegen »öffentlicher Aufforderung zu Straftaten« begrüßt.

Weiterlesen auf:  http://www.jungewelt.de/2008/05-20/046.php

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Der NPD Blog — Mucki

vilsa — natriumarm

Das zeigts mal wieder.... — Borkenarrow

scheiß auf altermedia — werbungshasser

@ werbungshasser — Coolmann

nun — egal

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