Clowns-Army gegen Extremismusforscher Jesse
Mit einem Vortrag zum „Politischen Extremismus“ sollte Eckard Jesse, Extremismusforscher von der TU Chemnitz, am 15.5.08 auf Einladung des Bürgerkomitees Leipzig e.V. und dem Evangelischen Arbeitskreis (EAK) der CDU an der Gleichsetzung von linker und rechter Politik weiterstricken.
Seit dem Jahreswechsel wird in Leipzig gezielt Stimmung gegen antifaschistische Politik und linke Projekte gemacht. So bekam Jesse im Januar in der Leipziger Volkszeitung ein exponiertes mediales Podium um die unpolitischen Auseinandersetzungen in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz „linksextremistisch“ aufzuladen und eine härte staatliche Gangart gegen links einzufordern. Eine weitere Presche schlug der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo im März mit einem Brief an den Leipziger Oberbürgermeister B. Jung ein, in dem er den engagierten Widerstand der Leipziger Bevölkerung gegen rechte Demonstrationen diskreditierte und linke Politik- und Kulturprojekte zur eigentlichen Gefahr für Ordnung und Sicherheit in
der Stadt, stilisierte.
weiterlesen:
http://www.linke-bueros.de/misslungene-stimmungsmache-gegen-links-in-der-runden-ecke_4609,451.html
der Stadt, stilisierte.
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Ergänzungen
Jesse verunsichert
(muss ausgefüllt werden)
drohgebaerde
Krawalle mit Nachspiel
Linksextreme Ausschreitungen in der Runden Ecke / Junge Union wirft
Linken Unterstützung vor 30 Platzverweise, Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte – das ist die Bilanz der Ausschreitungen von
Leipziger Linksautonomen am Donnerstagabend im ehemaligen Stasi-Kinosaal des Museums an der Runden Ecke. Wie bereits in einem Teil der Auflage berichtet, hatten rund 80 Jugendliche versucht, einen Vortrag des Chemnitzer Politikwissenschaftlers Eckhard Jesse zum Thema „Politischer Extremismus und seine Wahrnehmung in Deutschland – Die langen Schatten
der Vergangenheit“ zu stören. Veranstalter war der Evangelische Arbeitskreis im CDU-Kreisverband Leipzig-Stadt.
Im Verlauf seiner Ausführungen wurde Jesse immer wieder unterbrochen und niedergebrüllt. Schließlich machte der Veranstalter von seinem Hausrecht Gebrauch und alarmierte die Polizei. Die Beamten drängten daraufhin die Störer aus dem Saal und nahmen Personalien auf.
Jesse selbst warb im Anschluss in seinem Vortrag dafür, „Extremismus als den Gesundbrunnen einer Gesellschaft“ zu begreifen, der die demokratische Politik zwänge, sich zu positionieren. In Deutschland werde aufgrund der Geschichte der Rechtsextremismus dramatisiert und der Linksextremismus bagatellisiert.
Die Leipziger Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (Inex) übernahm die Verantwortung für Krawalle und teilte mit, Jesse habe sich nicht nur mit einem fragwürdigen Extremismusansatz einen Namen gemacht, „sondern auch durch die Zusammenarbeit mit Vertretern der Neuen Rechten und eigenen antisemitischen Aussagen“.
Die Junge Union (JU) Sachsen und Niederschlesien warf gestern den Abgeordneten der Linken Klaus Bartl und Freya-Maria Klinger vor, sie stünden im Bündnis mit Linksextremisten. Dies zeige die Unterstützerliste der Inex. JU-Landeschef Christian Piwarz: „Bedenklich
stimmt auch, dass diese Initiative offenbar aus den Räumlichkeiten von Landtagsabgeordneten der Linkspartei heraus agiert.“ Piwarz kündigte an, mit einer Kleinen Anfrage an die Staatsregierung Aufklärung über mögliche linksextremistische Tendenzen dieses Bündnisses und seiner Unterstützer zu fordern.
LVZ 17.5.
Jesse und nicht die LVZ
Solche Tageszeitungen, bei denen die gedruckten Ausgabenanzahlen stetig sinken (was mich bei der LVZ eindeutig freut), leben nunmal davon öffentlich präsent zu sein und genau dieses erreichen sie, wenn sie immer wieder zitiert werden. Also am besten nicht mal an die LVZ denken und alles wird gut(-:
Alternativ kann jedem nur wärmstens die Leipziger Internetzeiung ans Herz gelegt werden: www.lizzy-online.de
Ein Armutszeugnis für alle Beteiligten...
- für die Organisatoren, die scheinbar naiv einen Herrn Jesse als Referenten einladen, ohne sich vorher zu informieren, wenn sie sich da in's Nest holen
- für Herrn Eggert, der mehr durch Unflätigkeiten auffiel als durch eine wohl ausgefüllte Rolle als Moderator
- für die Polizisten, in ihrer Funktion als Instrumente, die harmlosen Clowns Gewalt antun
- für Herrn Jesse, dessen Thesen mehr als haltlos erschienen
- für einen Großteil des Publikums, der nicht an einer Diskussion und kritischen Dekonstruktion der Thesen Jesses interessiert war, sondern allein reflexartig auf bestimmte Stichworte des Vortragenden reagierte, mit recht zusammenhangslosen - aber dafür nichts desto weniger lauten - Zwischenrufen nicht mehr als den Raum mit Geräusch füllte. Dazu gesellte sich ein respektloses Verhalten gegenüber Menschen, die ihren Glauben äußerten und daraufhin ausgelacht wurden.
- die LVZ, die verkürzend und mutmaßend Stellung bezieht, ohne Hintergründe zu beleuchten
An diesem Tag hat wirklich niemand eine "gute Figur" abgegeben.
Daniel
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Danke — Anarcho