Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Berlin: Pro-Graffiti-Demo am 12.Juli
Ihr seid auch von Repression betroffen oder habt einfach kein Bock darauf, dass Street- und UrbanArtists kriminalisiert werden? Ihr findet Farbe einfach schöner als tristes EinheitsGrau oder wollt die Straßen nicht nur der Werbung überlassen, somdern auch selbst aktiv werden?
Urban Art, wie Graffiti und Streetart, ist nicht nur Kunst, sondern auch Form des Protests! Am 12.Juli 2008 geht es deshalb unter dem Motto/ Label “ArtRevolution” auf die Straßen: Für mehr Graffiti und gegen Repression.
Diese fordert mehr Rechte für SprayerInnen, sowie mehr legale Flächen für Graffities. Aber vorallem geht es wohl um ein Zeichen gegen die Repression, der die SprayerInnen ausgesetzt sind.
Los geht es
am 12. Juli 2008
um 15 Uhr
auf den Oranienplatz
in Berlin/ Kreuzberg
Mehr Infos und Infomaterial gibts bei
artisrevolution@yahoo.com
Ein Interview mit den VeranstalterInnen gibt es bei diesem Streetart-Blog (
http://ostblog.berlinpiraten.de/streetart/artrevolution-pro-graffiti-demo/).
Diese fordert mehr Rechte für SprayerInnen, sowie mehr legale Flächen für Graffities. Aber vorallem geht es wohl um ein Zeichen gegen die Repression, der die SprayerInnen ausgesetzt sind.
Los geht es
am 12. Juli 2008
um 15 Uhr
auf den Oranienplatz
in Berlin/ Kreuzberg
Mehr Infos und Infomaterial gibts bei
artisrevolution@yahoo.com Ein Interview mit den VeranstalterInnen gibt es bei diesem Streetart-Blog (
http://ostblog.berlinpiraten.de/streetart/artrevolution-pro-graffiti-demo/).
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
ini
wäre doch ne sinnvolle ergänzung, da diese ja bekannterweise schon ne menge zum thema gearbeitet hat
Graffiti hates Germany
Aufruf gegen den Anti-Graffiti-Kongress 2005:
Wir scheißen auf eure sauberen Wände!
Großes Fanatikertreffen gegen Graffiti im Roten Rathaus
Auf Einladung der selbsternannten Graffiti-Jäger der Bürgerinitiative "nofitti e.V." soll am 7. April 2005 im Roten Rathaus der 1. Internationale Anti-Graffiti-Kongress stattfinden. Unter der Schirmherrschaft des regierenden Bürgermeisters wollen 200 Teilnehmende aus Deutschland, Belgien, Grossbritannien, Skandinavien und den USA die Verschärfung der Repression gegen SprüherInnen vorantreiben. Zu erwarten sind Forderungen nach härteren Strafen, umfassenderer Überwachung und der Ausdehnung prämierter Denunziation. Das trägt dann ähnlich absurde Blüten wie in anderen Städten, wo inzwischen schon das nächtliche Mitführen von Spraydosen verboten ist.
Und tatsächlich ist Graffiti keine Kunst, die sich zufällig in den illegalen Raum verirrt hat, sondern sie agiert gegen das Gesetz, sie widersetzt sich der herrschenden Ordnung, oder ignoriert sie zumindest. Und genau das ist ja das Gute. Graffiti hat nicht den Anspruch populär zu sein, also einem allgemeinen ästhetischen Empfinden von Kunst zu entsprechen. Es geht uns also nicht um den Wunsch nach Akzeptanz von Graffiti als städteverschönernde Kunst oder um Anbiederei und das Betteln nach legalen Wänden. Graffiti ist nicht nur eine bestimmte Variante von Kunst, die einen bestimmten Stil verfolgt. Writing zeichnet sich vor allem durch die Praxis aus: illegal und subversiv. So begann die Geschichte von Graffiti nicht an legalen Wänden, die dann fürs Malen gesperrt wurden, sondern an unzugänglichen, verbotenen Orten. An Schienennetzen und Dächern, an Fensterscheiben und Häuserwänden, kurzum an fremdem Eigentum. Fakt ist, dass die Bedingungen und Umstände unter denen heute illegal gemalt werden kann, zunehmend schwieriger werden. Kameras, Zivibullen, Sicherheitsdienste, graffitigeschützte Scheiben, Wände, Sitze und nicht zuletzt die vorbildliche Bürgerin mit Blockwartmentalität sind zu einer lästigen Dauergefahr bei jeder Tour geworden.
Graffiti ist ein Problem, weil es die Bahn, das Einkaufszentrum, die Stadt daran hindert sich als sauber und sicher zu präsentieren. Kaufkraft und Investition brauchen eine gepflegte Ordnung, um sich der Abwesenheit von Schmutz, Schmierereien und Armut, also allem Nichtkompatiblen und Subversiven, zu versichern. Jedoch nicht nur einem ökonomischen Interesse ist das Tag oder Scratching ein Dorn im Auge.
Auch so mancher deutscher Papi würde für seine saubere Straße töten, weil ihm alles verhasst ist, was einen anderen Lebensstil oder Nonkonformität sichtbar macht. Es lohnt sich bestimmt mal am 7. April im Roten Rathaus vorbeizuschauen...
Graffiti ist ein Verbrechen - und wir stehen drauf!
Keep on rockin ' ...und lasst euch nicht erwischen!
graffiti hates germany - berlin (ghg)
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Quelle:
Zur Graffdebatte.
an.schläge, das feministische monatsmagazin, sucht für die ausgabe 6/06 autorinnen für einen vierseitigen artikel zum thema graffiti, streetart und feminismus. (aktuelle diskussion, szene, historische entwicklung, statements, sprayerinnen, ...)
Da suchen wieder mal die linken Trittbrettfahrer Infos über Graffiti? Nicht irgendwelche, sondern passend zum Thema, feministische Graffiti die selbstredend von Autorinnen geschrieben werden muß. Nicht das es an solchen Infos fehlen würde, feministische Graffiti ist ohnehin ein eigenes Gebiet und wer antisexistische Aktionen sucht, wird auf Indymedia regelmäßig bedient.
Ansonsten ist Writing wie auch Streetart bekanntlich eine Männerwelt, nicht das Writer was gegen die Beteiligung von Frauen einzuwenden hätten. Frauen sind leider hier eher Ausnahmeerscheinungen.
Hier ist es nun ein feministisches Magazin das sich dieser Welt ideologisch annehmen will. Soll heißen, sie künstlich aufspalten. Sprüherinnen sollen es sein, am besten wohl noch feministisch? Was, wenn das kein Thema ist? Mir sind keine Sprüherinnen bekannt, die sich auch feministisch äußern. Das liegt an der allgemeinen Herkunft der Writer, die nicht aus der radikalen Linken kommen und denen diese ideologischen Debatten nie was bedeuteten.
In der Streetart sollte es mehr Frauen geben, so könnt man meinen. Schon weil die Anforderungen niedriger sind. Wenn das der Fall sein sollte, nun explizit feministische Äußerungen sind mir nicht bekannt. Sicher gibt es feministische Graffiti, nur das ist eine eigene Szene und die hat weder was mit Writing noch mit Streetart zu tun. Sie haben mittlerweile nur einige Techniken wie Sticker aus dem Bereich der Streetart geklaut.
Auftragsgraffiti
Von Graffiti können nur wenige leben. Nicht das es an fähigen Sprühern fehlen würde. Es scheint auch nicht an Interessenten zu fehlen die gern mal ein Graffiti hätten. Genau da fängt das Problem an.
Anfangs gab es noch wenig gute Bilder und die mußte man schon suchen. Bald darauf wurden es immer mehr und im Laufe der Zeit verbreiteten sich durchaus gute Pieces, regelrecht inflationär. So kann man natürlich seine Arbeit entwerten, selbst wenn man dies nicht beabsichtigt. Was zuviel wird, daran gewöhnen sich die Leut und es wird nicht weiter beachtet, ist eben alltäglich geworden.
Dazu kommt der Jugendkult. Sicher warens Jugendliche, mittlerweile sind sie auch älter geworden und Opfer des eigenen Jugendmythos.
Zwar waren nicht alle Writer Jugendliche und was Graffiti allgemein betrifft, da gab es durchaus Ältere darunter. Nur seit Writing wird Graffiti automatisch mit Jugend identifiziert.
Nun zu den Interessenten für Graffiti. Da bekommt man im Netz ja einiges zu lesen. Es lässt sich auch satirisch ausdrücken.
"Ich suche einen begabten Sprayer der mir auf Papier im Wildstile - möglichst wild und zackig - Flügel zeichnet.
Ich könnte um die 50€ dafür zahlen."
Wer würde sowas an einen bekannten Maler schreiben, der seine Bilder international ausstellt und in der Kunstwelt bekannt ist und darauf eine Antwort erwarten? Bei Graffiti sind s ja nur Jugendliche und die muß man nicht weiter ernstnehmen. Ihr sprüht doch so gerne, könnt ihr mir dann nicht ne Wand vollmalen, ich bezahl auch die Dosen.
Wer würde auf die Schnapsidee kommen, einen Handwerksbetrieb anzurufen und vorzuschlagen, sie ziehen doch so gern Strippen, können sie bei mir nicht mal die Leitungen reparieren? Ich zahl ihnen auch was für das Kabel. Jeder Meister würde sowas für einen schlechten Scherz halten.
Weil Graffiti wild an die Wand gesprüht eben umsonst ist, scheint es nichts wert zu sein und daher kommen die Vorstellungen, das ist zu Preisen zu haben, für die ein Maler nicht mal die Wand weiß streichen würde.
Graffiti ist in und das wollen etliche haben, natürlich Qualität, keine Anfänger wie man es im Netz bei Angeboten lesen kann, nur kosten soll es nicht viel. Wie sieht das in der normalen Kunstwelt aus? Wer s billig will, kann sich Kunstdrucke kaufen, Kunstkalender gibt es Haufenweise. Wer ein Originalbild will, der muß dafür bekanntlich schon was hinlegen. Nur diese Sprüher muß man nicht weiter ernstnehmen.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Schaulaufen für die SOKO — BEL aus HH
Kritik — radical
Enwicklung des Pro-Graffiti — alerta
graffiti yeah! — propropro