8. Mai in Oldenburg.
Am 8. Mai 2008 feierten AntifaschistInnen in der Oldenburger Innenstadt den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Es war das erste Mal seit langer Zeit in Oldenburg, dass dieser Tag von AntifaschistInnen zum Anlass genommen wurde, die Befreiung zu feiern.
An dieser Stelle ein fast schon exklusiver Bericht für Indymedia.
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Auch im niedersächsischem Oldenburg haben AntifaschistInnen den 8. Mai 2008 zum Anlass genommen, um auf den 63. Jahrestag der militärischen Niederlage des Nationalsozialismus aufmerksam zu machen. Der 8. Mai 1945 sei ein Anlass zu feiern; wer das nicht verstehen würde, sei „selber schuld“.
Um „das Ende von Nationalsozialismus, Barbarei und deutschen Allmachtsphantasien“ zu begehen versammelten sich die AntifaschistInnen in der Oldenburger Innenstadt und machten mit einem Flugblatt, einer Rede, Sekt und lauter Musik auf ihr Anliegen aufmerksam.
Die AntifaschistInnen dankten den Alliierten und den PartisanInnen, weil diese der „deutschen Aggression Einhalt geboten“ : „Spasibo, Merci, Thank you“ hieß es daher auf einem Transparent, auf dem den Alliierten für die „Befreiung vom Nationalsozialismus“ gedankt wurde.
Außerdem wurde auf die Instrumentalisierung des Nationalsozialismus verwiesen. Heute werde die „historische Verantwortung“ missbraucht, um Kriegseinsätze der Bundeswehr zu legitimieren: „Kein Frieden mit dem deutschen Militär“ war daher eine Forderung der AntifaschistInnen.
Den „Sieg über die deutsche Barbarei“ nahmen aber nicht nur die AntifaschistInnen zum Anlass, um mit Sekt, Muffins und Kuchen auf die „Alliierten“ anzustoßen. Schließlich waren die OldenburgerInnen eingeladen, den „Tag der Befreiung“ gemeinsam zu begehen. So wurde mit dem ein oder anderem Gläschen Sekt die Befreiung begangen.
Außerdem solidarisierten sich die AntifaschistInnen mit Israel. Es sei ein „Gebot der Menschlichkeit und Vernunft“ gewesen, „einen jüdischen Staat zu schaffen“. Der israelische Staat ist seit seiner Gründung von Vernichtung bedroht: „Diese Bedrohung mit friedlichen Mitteln abzuwenden“ sei „eine Illusion“ und „Solidarität mit Israel“ eine „Notwendigkeit“.
Natürlich stieß die offensive Solidarisierung mit den „Alliierten“ und dem israelischen Staat nicht nur auf Gegenliebe. So kam es zu zahlreichen Diskussionen mit aufgebrachten Menschen, die nicht verstehen konnten, wie man den 8. Mai als Tag der Befreiung begreifen könne.
Die AntifaschistInnen haben vor allem ein Problem: „Deutschland“. Daher wurde dessen Abschaffung eingefordert: „Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus“ war die abschließende Forderung der AntifaschistInnen, auch wenn utopistischen Revolutionsfantasien eine Absage erteilt wurde.
Noch mehr Fotos und einen etwas ausführlicheren Artikel gibt es auf www.stattschland.blogsport.de
Um „das Ende von Nationalsozialismus, Barbarei und deutschen Allmachtsphantasien“ zu begehen versammelten sich die AntifaschistInnen in der Oldenburger Innenstadt und machten mit einem Flugblatt, einer Rede, Sekt und lauter Musik auf ihr Anliegen aufmerksam.
Die AntifaschistInnen dankten den Alliierten und den PartisanInnen, weil diese der „deutschen Aggression Einhalt geboten“ : „Spasibo, Merci, Thank you“ hieß es daher auf einem Transparent, auf dem den Alliierten für die „Befreiung vom Nationalsozialismus“ gedankt wurde.
Außerdem wurde auf die Instrumentalisierung des Nationalsozialismus verwiesen. Heute werde die „historische Verantwortung“ missbraucht, um Kriegseinsätze der Bundeswehr zu legitimieren: „Kein Frieden mit dem deutschen Militär“ war daher eine Forderung der AntifaschistInnen.
Den „Sieg über die deutsche Barbarei“ nahmen aber nicht nur die AntifaschistInnen zum Anlass, um mit Sekt, Muffins und Kuchen auf die „Alliierten“ anzustoßen. Schließlich waren die OldenburgerInnen eingeladen, den „Tag der Befreiung“ gemeinsam zu begehen. So wurde mit dem ein oder anderem Gläschen Sekt die Befreiung begangen.
Außerdem solidarisierten sich die AntifaschistInnen mit Israel. Es sei ein „Gebot der Menschlichkeit und Vernunft“ gewesen, „einen jüdischen Staat zu schaffen“. Der israelische Staat ist seit seiner Gründung von Vernichtung bedroht: „Diese Bedrohung mit friedlichen Mitteln abzuwenden“ sei „eine Illusion“ und „Solidarität mit Israel“ eine „Notwendigkeit“.
Natürlich stieß die offensive Solidarisierung mit den „Alliierten“ und dem israelischen Staat nicht nur auf Gegenliebe. So kam es zu zahlreichen Diskussionen mit aufgebrachten Menschen, die nicht verstehen konnten, wie man den 8. Mai als Tag der Befreiung begreifen könne.
Die AntifaschistInnen haben vor allem ein Problem: „Deutschland“. Daher wurde dessen Abschaffung eingefordert: „Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus“ war die abschließende Forderung der AntifaschistInnen, auch wenn utopistischen Revolutionsfantasien eine Absage erteilt wurde.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Zerschlagung
zudem soltle der slogan "Befreiung" überdacht werden. Aus der sicht von antifaschisten, oppositionellen und verfolgten war er eine befreiung, doch die meisten Deutschen konnten nicht befreit werden, da sie nicht geknechtet waren. Der Begriff "Befreiung" bestimmt den Nationalsozialismus als etwas Freiheitsraubendes und als Joch (auch) des deutschen Volkes. in sofern halte ich die formuleirung "zerschlagung" für angebrachter als den begriff "befreiung", der eben das deutsche volk als unterjochtes mitdenkt, welches befreit wurde.
Beispiel
Hier mal ein sehr gutes Beispiel von einer deutschen Spiessbuergerin die, wie ihr es sagt,
"selber Schuld ist", dass sie nicht versteht dass der 8 Mai ein Grund zum feiern ist.
Ist selber schuld
Eigentlich "Tag des Sieges"...
Wie kann man da sagen, wir - die Deutschen - wurden befreit? Höchstens Befreite "dritten Grades!". Die Deutschen waren auch nicht das Objekt der Befreiung.
Liberation Day, Liberazione, als Tag der Befreiung ist allenfalls eine Tradition in den Niederlanden, Italien, Ostdeutschland, Russland. Die DDR beging den "Tag der Befreiung" - und entlastete so auch die Mehrheit der Deutschen, - machte sie zum "ersten Opfer Hitlers". Was Götz Aly schreibt ist natürlich Unsinn, es geht ihm um neoliberale Ideologieproduktion: Rechtfertifung von Sozialabbau. Aber trotzdem war die Mehrheit der Deutschen Täter - nicht Opfer.
*Belsen wurde von Himmler in Geheimverhandlungen mit den Allierten über seinen schwedischen Arzt und den jüdischen Weltkongress in der Hoffnung eines Deals übergeben. Hitler hatte befohlen alle Häftlinge erschiessen zu lassen und tobte über Himmlers Verrat. Belsen lag in der Kampfzone und war Typhusgebiet. "Großzügig" und "umsichtigerweise" wollte Himmler verhindern dass sich die Allierten und Deutschen anstecken. In deutscher Weise wurde dann das Camp "ordnungsgemäß" übergeben. Der Lagerkommandant Kramer versuchte sich - wie die Mehrheit der Deutschen - zunächst dreist bei den Briten anzubiedern und alles "ordentlich zu übergeben" und den Briten mit seiner "Sachkenntnis" und seinen klugen Ratschlägen zu beeindrucken.
Als die Briten sahen was sich im KZ abgespielt hatte war aber schnell Schluss mit lustig - und Himmlers "Deal" platzte.
Unter den ersten britischen Soldaten die in Belsen einrückten gehörte auch Haim Herzog. Irgendwo ist es daher schon gerechtfertigt eine Verbindung zu Israel zu ziehen. Aber muss das in Form einer Yuppi-Party mit Fähnchencocktail, Schokobrunnen und verbunden mit Antisemitismusvorwurf gegenüber dem Antikapitalismus gemacht werden?
So, und dann sollte man nicht vergessen, dass der nicht von den Allierten abgebrannte Teil Belsen bis 1947/48 Camp für Displaced Persons der UNRA war. Es war eine - wenn auch milde - Zwangsunterbringung. Zum einen wollte man verhindern dass die Juden versuchen in britische Mandatsgebiet nach Palestina auszuwandern, beziehungsweise sich unkontrolliert im Land bewegen. Zum anderen waren die Juden im UNRA-Camp aber auch dankbar nicht mit Deutschen zusammen untergebracht zu werden, und zwar aus dem einfachen Grund - wie man in Erinnerungsberichten ergooglen kann - weil es Deutsche gab, die so dreist waren sich in die Verpflegungschlangen der britischen Armee einzuschleusen, die diese auschließlich für die EX-KZ-Häftlinge eingerichtet hatte.
Also ich würde das ganze in Zukunft "Tag des allierten Sieges über den Faschismus" nennen und den Yuppieschnicknschnack und die Fähnchen weglassen.
Flugblatt
"Am 8. Mai kapitulierte Nazideutschland. Das Ende von Nationalsozialismus, Barbarei und deutscher Allmachtsfantasie ist ein Grund zu feiern. Wer das nicht versteht, ist selber schuld!
Zeit zum Feiern.
Wir wollen diesen Tag feiern, für für alle Alliierten und PartisanInnen bedeutet er die Befreiung von der deutschen Barbarei. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung fühlte sich nicht befreit, sondern besiegt. Den 8. Mai als Tag der Befreiung feiern zu können setzt voraus, den Nationalsozialismus als Verbrechen anzuerkennen, sowie einzugestehen, dass die eigenen Eltern und Großeltern zumeist keinen Widerstand leisteten und eine Intervention von außen nötig wurde. Die letzten Kriegsnazis finden in diesen Jahren ihr biologisches Ende, während viele ideologische Bruchstücke, die den zweiten Weltkrieg ermöglichten, noch heute in der Gesellschaft verankert sind.
Wir sind froh, dass den 12 Jahren des Nationalsozialismus ein Ende bereitet wurde.
Flagge zeigen.
Wir zollen allen Alliierten und PartisanInnen unseren Respekt, der deutschen Aggression Einhalt geboten zu haben! Trotz aller Fehler in der politisch-wirtschaftlichen Neuordnung der Welt muss festgehalten werden, dass die alliierten Staaten Frankreich, Großbritannien, die USA, die UdSSR und ihre Verbündeten eine historische Legitimität genossen, in Verantwortung für die Menschlichkeit den deutschen Staat zu zerschlagen. Wir trauern um die Gefangenen und Ermordeten der Shoah, die Homosexuellen, Sinti und Roma, Euthanasie-Opfer, die „Asozialen“ und die politischen GegnerInnen des NS-Regimes.
Allerdings haben wir mit ein paar jammernden „vertriebenen“ Deutschen kein Problem. Wir wollen die Ideologie nicht anhand der Einzelschicksale von TäterInnen diskutieren,
Die enorme Anzahl der Opfer der BürgerInnen der Sowjetunion geht in der aktuellen Debatte um so genannte „Vertreibungen“ unter, in denen das „Deutsche Volk“ sich und seine Vorfahren als Opfer präsentiert.
Angesichts dieser Verdrehung der Geschichte zeigen wir Flagge gegen die deutsche Nation.
Wir zeigen alle Flaggen der antifaschistischen Allianz, jede einzelne mit ihrer kritischen Kolonialgeschichte und widersprüchlichen Herrschaftsstruktur, Obwohl die Allianz nach Kriegsende ziemlich schnell zerbrach, symbolisiert sie doch die Notwendigkeit, gemeinsam gegen die organisierte Barbarei vorzugehen.
Stunde Null.
Das Ende des zweiten Weltkriegs bedeutete das Ende des dritten Reiches, jedoch nicht der ihm zugrunde liegende Ideologien. Die Nazis, die im völkischen Wahn lebten und mordeten, haben sich wider aller Hoffnungen nicht in Luft aufgelöst, sondern sie haben die Gesellschaft der DDR und besonders maßgebend die Entwicklung des Nachfolgestaates BRD und seiner Institutionen beeinflusst.
Die 68er haben viele Tabus gebrochen und die Entwicklung einer liberalen Gesellschaft radikal vorangetrieben, bis sie nach einem „Marsch durch die Institutionen“ einen deutschen Militärangriff gegen Jugoslawien durchsetzen konnten.
Nunmehr 63 Jahre nach seiner Zerstörung, hat sich der deutsche Staat in voller Größe, mit demokratischer Regierung und Verfassung etabliert und die letzten außenpolitischen Tabus fallen im Namen der deutschen Geschichte. In „historischer Verantwortung“ maßen sich PolitikerInnen an, überall auf der Welt die vermeintliche Wiederholung des Holocaust mit deutschem Militär zu verhindern.
Angesichts der als Menschenrechtseinsätzen deklarierten Kriege sagen wir: Es gibt keinen Frieden mit deutschem Militär.
Support Israel.
Vor 70 Jahren organisierten deutsche BürokratInnen und NormalbürgerInnen den industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden.
Heute bietet der Staat Israel jüdischen Menschen einen Raum, in dem sie sicher sein sollen vor willkürlicher und brutaler Verfolgung.w Allerdings haben der Staat und seine Bevölkerung weiterhin mit konkreten antisemitischen Anfeindungen a la Hamas, Hizbollah und Amedinejad zu kämpfen. Diese Bedrohung gegen das Existenzrecht mit friedlichen Mitteln abzuwenden, ist eine Illusion, die Unterstützung der Israel Defence Forces momentan die realistische Alternative.
Solidarität mit Israel? Eine Notwendigkeit!
Spaß haben in traurigen Zeiten.
Nur über Weltpolitik zu reden ist sicherlich vermessen, wenn sich die Probleme vor der eigenen Tür stapeln: Inflation, große Koalition, Hartz 4, Polizeigewalt, Terror gegen MigrantInnen und Asylsuchende, gesellschaftlich definierte Sexualität. Außerdem feiern Fußballfans fröhlichen Nationalismus und Nazis tummeln sich unter Deutschlandfahnen, der ganz normale Wahnsinn halt.
Eine gesamtgesellschaftliche Bewegung scheint in Deutschland aussichtslos und wird häufig auf nationale Befreiungsbewegungen in der so genannten dritten Welt projiziert. Die gefühlt-eigene Ohnmacht scheint ins deutsch-kollektive Gedächtnis eingebrannt zu sein, wie Bombensplitter in deutsche Eichen.
Trotz 60jähriger demokratischer Tradition, ist es mehr als fragwürdig, ob ein gesellschaftlicher Ruck nicht noch einmal nach rechts gehen würde.
Deshalb soll dieses Flugblatt auch keine illusorischen Revolutionen fordern.
Aber:
Wir feiern, dass es schon einmal gelungen ist den deutschen Staat zu zerschlagen. Wir sagen Danke! Gegen jeden Antisemitismus! Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus! Prost!"
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
igitt! — ...
Luxus-Antifa — dxcde
es geht vorran! — !x!z
Trotzkist — gute kapitalisten gute nationalstaaten
Let´s celebrate Israel and Al Naquba — efendi
Supi! — Jana
"Das Problem ist Deutschland"..... — RedZack
@Jana — Luti
Ergänzung — REDical Left !
@na toll — ahja?
spannend — schnarch
@Luti — Thorten Schneidar
@REDical Left — radikal
........ — schweizer anarchist
..... — ...
Problem: Undifferenziertheit und Indifferenz — jop
ähm — sowieseo
danke, ABER — horst
Wiedermal Oldenburger Peinlichkeit — ressi
@ressi — Thorten Schneidar
Antideutscher Unfug — P. Roll
es geht nun mal ums Ganze. — Golda Meir.
Lager, Lager, Lager — VO
@VO — Luiz
ekliger antisemit — .
Nie wieder — wurscht
Respekt gehört den Wiederständlern !!! — Fluppy 75