Repression gg. kurd . Dorfbevölkerung

Berxwedan 06.05.2008 19:54 Themen: Repression Weltweit
Das Dorf Xışxışok in der Nähe von Bingöl in der Türkei/Kurdistanwurde innerhalb von drei Tagen das zweite Mal von türkischen Soldaten unter Blockade gestellt.
Bingöl/Xışxışok:

Die am Ortsein- und Ausgang positionierten Soldaten verhinderten das betreten und Verlassen des Dorfes und bedrohten die Bevölkerung mit Fragen wie: "Warum gebt ihr Eure Stimme der DTP?" (Die DTP ist eine linke, emanzipatorische Partei, die u.a. für die friedliche Lösung der kurdischen Frage eintritt.)Die so eingeschüchterte Bevölkerung wagte es nicht, aus Angst um ihr Leben, ihr Vieh auf die Weiden zu bringen. 3 Tage zuvor hatte eine Spezialeinheit einige Häuser im Dorf geräumt.
Diese Praxis der Einschüchterung der Zivilbevölkerung ist in den kurdischen Provinzen üblich. In dem schmutzigen Krieg ("low intensity warfare"), vor allem in den letzten 15 Jahre wurden in diesen Gebieten über 4000 Dörfer zerstört. Auf diese Weise versucht der Staat, den politischen Willen der Bevölkerung zu brechen und der Unterstützung der Guerilla den Boden zu entziehen. Diese Politik wird durch einen verstärkten Migrationsdruck auf die Dorfbevölkerung fortgesetzt. So ist es eine relativ übliche Maßnahme der Dorfbevölkerung den Zugang zu ihren Weiden zu verwehren und sie auf diese Weise ökonomisch an den Abgrund zu bringen.
Zu den Bedrohungen wegen Stimmabgabe ist zu sagen, dass dies eine übliche Praxis ist, die Bevölkerung zu bedrohen, damit sie im Staats- oder Militärinteresse wählt. Solche Vorfälle sind mehrfach auch aus der Provinzen Hakkari und Botan dokumentiert.

Quelle:www.firatnews.org/modules.php?name=News&file=article&sid=41747
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