Repression vor dem 1. Mai in Diyarbakir/Amed

Berxwedan Jiyane 01.05.2008 12:03 Themen: Weltweit
Heute soll in Amed/Diyabakir eine große entschlossene 1. Mai Demo, zusammen organisiert von türkischen linken Gruppen, Gewerkschaften und der kurdischen Bewegung stattfinden.
Heute soll in Amed/Diyabakir eine große entschlossene 1. Mai Demo, zusammen organisiert von türkischen linken Gruppen, Gewerkschaften und der kurdischen Bewegung stattfinden.

Aktuelle Infos:

Am Eingang von Diyarbakir auf der Strasse von Batman werden dutzende AutofahrerInnen, an extra dafür errichteten Militärcheckpoints, kontrolliert und mit Geldstrafen belegt. Es wird ihnen verboten nach Diyarbakir zu fahren um an der Demo teil zu nehmen. Viele Soldaten und Spezialeinheiten sind anwesend. Die Geldstrafen werden aus verschiedenen Gründen verhängt sind jedoch eine in der Türkei/Kurdistan häufig angewandte Methode der ökonomischen Repression gegen politische Organisierung.

Weitere Berichte folgen.

Quelle:
Übersetzung und Zusammenfassung aus:  http://www.firatnews.org/modules.php?name=News&file=article&sid=41475
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Ergänzungen

Aufruf gegen die Unterdrückung

orhan.akman@verdi.de 01.05.2008 - 13:12
In der Türkei werden seit Jahren (Jahrzehnten) die Gewerkschaften unterdrückt, Gewerkschaftsfunktionäre werden verfolgt, kriminalisiert und auch ermordet. In letzter Zeit hat die Anzahl der Übergriffe auf unsere Gewerkschaftskolleginnen und Kollegen in Türkei enorm zugenommen. Aus diesem dringenden Anlass übersende ich euch den beigefügten Aufruf, mit der Bitte um Verbreitung und Unterstützung des Aufrufes. Gerne könnt ihr auch Protestfaxe an den Türkischen Ministerpräsidenten bzw. Justizministerium zusenden. Bitte sendet in diesem Fall auch eine Kopie an die Kollegin Selahattin Yildirim ( Sel.Yil@web.de).

Auseinandersetzungen bei 1. MaiDemonstration

http://www.euronews.net 01.05.2008 - 17:38
n der Türkei ist es bei einer Demonstration anlässlich des 1. Mai, des Tages der Arbeit, zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Protestierenden gekommen. Zu der Kundgebung hatte die linke Gewerkschaft DISK aufgerufen. Die Demonstranten trafen sich vor dem Gewerkschaftsgebäude im Istanbuler Stadtteil Sisli. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Mehrere von ihnen suchten Schutz in dem mehrstöckigen Gebäude.

Sie riefen Slogans wie "Gemeinsam gegen die Faschisten" oder "Wir sind das Volk, wir haben Recht, wir werden siegen". Medienberichten zufolge waren bis zu 30.000 Polizisten im Einsatz. Eine unbekannte Zahl von Demonstranten wurde festgenommen, mehrere wurden verletzt. Die Lage eskalierte, als die Polizei den Demonstranten den Zugang zum symbolträchtigen Taksim-Platz im europäischen Zentrum Istanbuls verwehrte. Dort waren bei einer Demonstration am 1. Mai 1977 34 Gewerkschafter getötet worden.