Situation der Freiräume an der Uni Hamburg
Nachdem in der letzten Woche mit einer erfolgreichen Raumbesetzung ein neues selbstverwaltetes Café im Pädagogischen Institut erkämpft wurde (
http://de.indymedia.org/2008/04/212729.shtml), steht nun das Philosophen Café im 10. Stock des Phil-Turms auf der Kippe. Nachdem über längere Zeit immer wieder vorgeschobene Gründe für die Drangsalierung dieses studentischen Freiraumes herhalten mussten sucht die Fakultätsverwaltung nun offenbar die Eskalation.
Symbolisch solidarisierten sich einige Studierende im Rahmen des globalen Aktionstages für Freiräume (
http://de.indymedia.org/2008/04/213165.shtml ,
http://april2008.squat.net ) und hissten am Westflügel des Hauptgebäudes ein Banner mit der Aufschrift „Wem gehört die Uni?“. Dies soll jedoch nur der Auftakt für weitere Aktionen sein. Wir lassen uns unsere Räume nicht nehmen!
http://de.indymedia.org/2008/04/212729.shtml), steht nun das Philosophen Café im 10. Stock des Phil-Turms auf der Kippe. Nachdem über längere Zeit immer wieder vorgeschobene Gründe für die Drangsalierung dieses studentischen Freiraumes herhalten mussten sucht die Fakultätsverwaltung nun offenbar die Eskalation. Symbolisch solidarisierten sich einige Studierende im Rahmen des globalen Aktionstages für Freiräume (
http://de.indymedia.org/2008/04/213165.shtml ,
http://april2008.squat.net ) und hissten am Westflügel des Hauptgebäudes ein Banner mit der Aufschrift „Wem gehört die Uni?“. Dies soll jedoch nur der Auftakt für weitere Aktionen sein. Wir lassen uns unsere Räume nicht nehmen!
Manchmal kann es schon erstaunen wie schnell die Verhältnisse zum tanzen gebracht werden können. Anderthalb Jahre verhandelten FSR und Uni Leitung über die Zurverfügungstellung eines angemessenen studentischen Freiraums im Pädagogischen Institut (PI), jedoch ohne Ergebnis. Vor einer Woche war dann die Geduld der Studierenden endlich am Ende und auf einer Vollversammlung wurde kurzerhand die Besetzung eines Seminarraums beschlossen und auch direkt durchgeführt. (
http://de.indymedia.org/2008/04/212729.shtml ) Die Besetzung konnte auch direkt am Tag danach als erfolgreich abgebrochen werden, da die Fakultätsverwaltung schriftlich die Renovierung und Zurverfügungstellung eines ausreichend großen Raums mit eigenem Zugang zusagte. Warum denn nicht gleich so?
An anderer Stelle in der Uni Hamburg scheint die Fakultätsverwaltung allerdings davon noch nicht viel mitbekommen zu haben. Das Café der Philosophischen Fakultät, das seit vielen Jahren einen Raum bietet um sich Auszutauschen, zu diskutieren oder um sich einfach mal aus dem Uni Alltag zurückzuziehen steht seit Ende letzter Woche seinen Nutzern nicht mehr zur Verfügung. Nachdem es bereits seit längerem mit fadenscheinigen Begründungen zu einer Bedrängung des Freiraumes durch die Verwaltung kam, sucht der zuständige Koordinator und das Dekanat, die offensichtlich andere Pläne für die Räume haben, nun die Eskalation.
Nachdem bereits am Donnerstag ultimativ die Rückgabe der Schlüssel an die Verwaltung gefordert wurde, wurden heute Nachmittag die Schlösser des selbstverwalteten Cafés ausgetauscht. Bereits am Wochenende solidarisierten sich einige Studierende mit einem Transpi am Hauptgebäude mit dem bedrohten Raum. Das vorerst nur symblolisch gehandelt wurde sollte die Verwaltung aber nicht in Sicherheit wiegen. Weitere Aktionen wurden bereits angekündigt sollte den Studierenden ihr Raum nicht zurückgegeben werden:
Bereits am letzten Donnerstag gab es ein Notfallplenum, bei dem neben Fachschaftsräten auch viele Vertreter anderer Freiräume an der Universität wie der T-Stube, dem Café Knallhart, dem Café Paranoia, dem Romanistencafe und anderen anwesend waren und gemeinsam ein weiteres Vorgehen in der Sache berieten. Dabei wurde auch deutlich, dass das Philosophencafé nicht der einzige bedrohte Freiraum an der Uni ist, sondern sich eine Linie durchsetzt, selbstverwaltete Freiräume einzuschränken und möglichst durch kommerzielle Betriebe zu ersetzen, wie das private "Café nur für Gäste" im pädagogischen Institut zeigt. Um deren kommerziellen Interessen gerecht zu werden ist es dort seitens der Unileitung verboten, für das eigene selbstverwaltete "Café Paranoia" Werbung im Eingangsbereich aufzuhängen, um dem Café für gutbetuchte Gäste keine Konkurrenz zu machen. Akut bedroht scheinen neben dem Philosophencafé auch das Romanistencafé, welches im Sommer Neubauten weichen soll. Heraus kam neben einer allgemeinen Solidarisierung auch die Übereinkunft, dass Kämpfe um Freiräume solidarisch gemeinsam geführt werden müssen und erste Schritte zu einer Vernetzung der universitären Freiräume wurden eingeleitet.
In einer Zeit von zunehmender Kommerzialisierung und Leistungsdrucks an der Uni werden Freiräume, in denen man sich selbst weiter entwicklen kann oder einfach mal eine Auszeit von Wahnsinn des Uni Alltags nehmen kann, immer wichtiger. Das wir uns diese Räume nicht nehmen lassen und uns darüber hinaus auch neue erkämpfen konnte letzte Woche bereits im PI gesehen werden und es wird auch beim Philosophen Café zu sehen sein.
Wem gehört die Uni?
http://de.indymedia.org/2008/04/212729.shtml ) Die Besetzung konnte auch direkt am Tag danach als erfolgreich abgebrochen werden, da die Fakultätsverwaltung schriftlich die Renovierung und Zurverfügungstellung eines ausreichend großen Raums mit eigenem Zugang zusagte. Warum denn nicht gleich so? An anderer Stelle in der Uni Hamburg scheint die Fakultätsverwaltung allerdings davon noch nicht viel mitbekommen zu haben. Das Café der Philosophischen Fakultät, das seit vielen Jahren einen Raum bietet um sich Auszutauschen, zu diskutieren oder um sich einfach mal aus dem Uni Alltag zurückzuziehen steht seit Ende letzter Woche seinen Nutzern nicht mehr zur Verfügung. Nachdem es bereits seit längerem mit fadenscheinigen Begründungen zu einer Bedrängung des Freiraumes durch die Verwaltung kam, sucht der zuständige Koordinator und das Dekanat, die offensichtlich andere Pläne für die Räume haben, nun die Eskalation.
Nachdem bereits am Donnerstag ultimativ die Rückgabe der Schlüssel an die Verwaltung gefordert wurde, wurden heute Nachmittag die Schlösser des selbstverwalteten Cafés ausgetauscht. Bereits am Wochenende solidarisierten sich einige Studierende mit einem Transpi am Hauptgebäude mit dem bedrohten Raum. Das vorerst nur symblolisch gehandelt wurde sollte die Verwaltung aber nicht in Sicherheit wiegen. Weitere Aktionen wurden bereits angekündigt sollte den Studierenden ihr Raum nicht zurückgegeben werden:
Bereits am letzten Donnerstag gab es ein Notfallplenum, bei dem neben Fachschaftsräten auch viele Vertreter anderer Freiräume an der Universität wie der T-Stube, dem Café Knallhart, dem Café Paranoia, dem Romanistencafe und anderen anwesend waren und gemeinsam ein weiteres Vorgehen in der Sache berieten. Dabei wurde auch deutlich, dass das Philosophencafé nicht der einzige bedrohte Freiraum an der Uni ist, sondern sich eine Linie durchsetzt, selbstverwaltete Freiräume einzuschränken und möglichst durch kommerzielle Betriebe zu ersetzen, wie das private "Café nur für Gäste" im pädagogischen Institut zeigt. Um deren kommerziellen Interessen gerecht zu werden ist es dort seitens der Unileitung verboten, für das eigene selbstverwaltete "Café Paranoia" Werbung im Eingangsbereich aufzuhängen, um dem Café für gutbetuchte Gäste keine Konkurrenz zu machen. Akut bedroht scheinen neben dem Philosophencafé auch das Romanistencafé, welches im Sommer Neubauten weichen soll. Heraus kam neben einer allgemeinen Solidarisierung auch die Übereinkunft, dass Kämpfe um Freiräume solidarisch gemeinsam geführt werden müssen und erste Schritte zu einer Vernetzung der universitären Freiräume wurden eingeleitet.
In einer Zeit von zunehmender Kommerzialisierung und Leistungsdrucks an der Uni werden Freiräume, in denen man sich selbst weiter entwicklen kann oder einfach mal eine Auszeit von Wahnsinn des Uni Alltags nehmen kann, immer wichtiger. Das wir uns diese Räume nicht nehmen lassen und uns darüber hinaus auch neue erkämpfen konnte letzte Woche bereits im PI gesehen werden und es wird auch beim Philosophen Café zu sehen sein.
Wem gehört die Uni?
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Freiräume schaffen und gestalten!