Kolumbien: ard tagesschau befreit Geiseln

[sic.] ard 05.03.2008 06.03.2008 15:45 Themen: Medien Weltweit
tagesschau 05.03.2008:»Nach der gewaltsamen Geiselbefreiung vom Samstag haben sich die Beziehungen zwischen Kolumbien und zwei Nachbarländern weiter verschlechtert. Die kolumbianische Arme hatten einige Geiseln befreit die von den linksgerichteten FARC Rebelen in einem Lager auf dem Gebiet Ecuadors gefangen gehalten worden. Ecuador brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen ab. Venezuela folgte diesem schritt und zog Truppen an der Grenze zu Kolumbien zusammen...«

Tatsächlich
hatte die kolumbianische Armee mit handyortung, Luftbildauswertung und Streubomben ein Guerillanachtlager, welches 1.800 m jenseits der equatorianischem Grenze lag angegriffen.
Überlebende wurden hingerichtet, darunter Kommandant Raul Reyes. Damit versucht die Regierung Alvaro Uribes entgegengesetzt zur tagesschaumeldung, die Bemühungen um einen Gefangenenaustausch, der von Chavez und der kolumbianischen Senatorin Cordoba vorangetrieben wird, zu torpedieren.
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Ergänzungen

Tagesshow: Rolle rückwärts

Dino Frapelli 06.03.2008 - 18:03
Wie andere Medien auch berichtete heute die Tagesschau über die Auseinandersetzungen zwischen Kolumbien und seinen Nachbarländern, Ecuador und Venezuela. Doch statt von der Bombardierung Ecuadors und der Ermordung von mindestens 18 Menschen durch die kolumbianische Armee zu sprechen, wird behauptet, die Armee habe Geiseln befreit.
Nachtrag: In diesem Zusammenhang sei hier nochmals auf das DLF-Feature "Die Tagesshow oder Die Welt in 15 Minuten" verwiesen.
redblog - 5. März, 20:08
 http://redblog.twoday.net/stories/4762191/modTrackback
tusa (anonym) - 6. März, 12:56
Medienlügner
Das zeigt sich doch mal wieder, dass wir konsequent von den Medien belogen werden.
Danke für das Video und die Aufklärung.
antworten von jaqwith (anonym) - 6. März, 15:02
Krass
Das reicht schon fast an das Niveau von Fox heran.
 http://redblog.twoday.net/stories/4762191/

Heute wird in Kolumbien

gegen alle faschismus , imperialismus ,... 06.03.2008 - 19:23
und anderen Länder Demos gegen statiche gewalt .

 http://colombia.indymedia.org/

Hier einer link wo können live öhren ( auf castellano ) wie geht dieser Demos

 http://sarayi.kariva.org:8000/m6.mp3.m3u

weitere Aktionen der kolumbianischen Armee

Entdinglichung 06.03.2008 - 20:53
ansonsten terrorisiert die kolumbianische Armee gemeinsam mit Paras derzeit die BewohnerInnen in Chaparral/Tolima und Valle und ermordet einen Menschenrechtsaktivisten in Cabana Uno/Meta ... alles kein Thema für die deutschen Medien, da damit u.a. auch die Zufuhr von billigen Bananen, Schnittblumen, etc. für die BRD gesichert wird

Neuigkeiten in der Krise

Informat 06.03.2008 - 21:40
Farc lässt Geiseln frei

Trotz der jüngsten Krise ließen die kolumbianischen Farc-Rebellen vier Touristen aus dem südamerikanischen Land, frei, die sie vor zwei Monaten verschleppt hatten, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz mit. Der Gesundheitszustand der Geiseln sei gut.
Die Rebellen hatten über die Freilassung von Geiseln verhandelt, als Kolumbiens Armee am Wochenende bei seinem Einsatz in Ecuador den hochrangigen Farc-Führer tötete.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy forderte die Farc unterdessen zur Freilassung der entführten Politikerin Ingrid Betancourt auf. "Es besteht die Gefahr, dass Ingrid stirbt", erklärte Sarkozy in einem am Donnerstag. Die Sorge um die Sicherheit Betancourts hatte nach der Tötung des Farc-Anführers durch Kolumbiens Armee zugenommen. Der getötete Guerillero war der Gruppe zufolge die Kontaktperson der Aufständischen bei Kontakten mit der Regierung in Paris gewesen.


Auch Nicaragua brach Beziehungen zu Kolumbien ab

Nicaragua hat seine diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen. Das teilte Präsident Daniel Ortega heute in Managua mit. Damit reagierte er auf einen Angriff der kolumbianischen Armee auf ein Lager der FARC-Rebellen in Ecuador, der bereits Ecuador und Venezuela zum Abbruch ihrer diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien veranlasst hatte.

Die Kirche betet

Anderle 06.03.2008 - 21:42
Die Bischöfe von Kolumbien und seinen Nachbarländern Ecuador und Venezuela versuchen, einen drohenden Militärkonflikt abzuwenden. Der Erzbischof der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, Kardinal Pedro Rubiano Saenz, bittet alle seine Landsleute, am Freitag um 12 Uhr ein Vaterunser für den Frieden zu beten. Die Bischofskonferenz von Venezuela schreibt in einer Botschaft an die Völker der Region: „Mit Gewalt, Hass und Krieg lässt sich nichts Positives oder Dauerhaftes schaffen.“ Die Bischofskonferenz von Ecuador wiederum ruft die Verantwortlichen der Staaten zu einem „ehrlichen Dialog“ auf.

Ehemalige Kolonialmacht will vermitteln

Sol 06.03.2008 - 21:44
Die ehemalige Kolonialmacht Spanien will in der Anden-Krise zwischen Kolumbien und Ecuador vermitteln.

Darauf verständigte sich der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos am Mittwoch in Telefongesprächen mit seinen beiden Amtskollegen. Ziel der Gespräche sei die Wiederherstellung "normaler Beziehungen zwischen zwei Bruderstaaten", sagte Moratinos am Mittwoch dem Rundfunk.

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa warb bei einem Besuch in Brasilien um die politische Unterstützung der Regionalmacht. Er verlangte eine umfassende Isolierung der kolumbianischen Regierung: "Der Aggressor muss sich entschuldigen und die internationale Gemeinschaft sollte ihn verurteilen." Andernfalls müsse sich Ecuador "mit seinen eigenen Mitteln" verteidigen.

Mit Brasilien, Venezuela, Argentinien, Chile, Peru und Mexiko haben alle großen Staaten in Lateinamerika Kolumbien für das Vordringen auf ecuadorianisches Gebiet kritisiert. Die USA stärkten Kolumbiens konservativem Präsidenten Alvaro Uribe den Rücken.

Nicaragua verkündet Ende der Dplomatie

No ! No ! No Guerra! 06.03.2008 - 22:27
Jetzt hat soeben auch Nicaragua nach einem Besuch von Correa die Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen und die Botschafter ausgewiesen. Nicolas S. (Franz.Präsi) bittet Evo (Morales, bolivien)um Vermittlung in Sachen Ingrid B.(franz.-kol. Farc-Geiselin) was vorher Job vom Hugo (Chavez) war, aber was Alvaro U (kol.)aus irgendwelchen Gründen nicht so toll fand . Also Rafael C(Ecuador) hat nach den Angriffen von ALvaro auf Rafaels Land eine Rundreise gemacht und hat auch den Lula (Brasilien)getroffen um anschliessend Hugo und Christina (Argentinien) in Venezuela zu treffen und als die Kameras vollgequatscht waren gings weiter zum Daniel O. (Nicaragua). Daniel ist sowieso sauer auf Alvaro wegen so nen paar Inseln innerhalb so einer 50km Zone, die will er nämlich wieder haben und deswegen spielt er jetzt auch nicht mehr mit Kolumbien.
Zur gleichen Zeit wurde bekannt dass zwei der Alvaros Auftrag ermordeten Guerillas Mexikaner waren und, -nein, krass so eben melden mexikanische Zeitungen das der Opfer in Ecuaor bis zu einem Dutzend MexikanerInnen waren (unterschiedliche Zahlenangaben 2-12) und zwar ProfessorInnen und StudentInnen der Unam in der Haupstadt.Ihr Aufenthalt sei ein akademischer gewesen; sie wollten die einzig grosse noch bewaffnete Guerilla in LA untersuchen.
Ein ecuadorianischer Minister verkündete dass vor dem Massaker in dem Farc-Camp, es in Rafaels Haupstadt Quito nen Treffen zu irgendwas bolivarianischen gab und anschliessend sind ein paar Leute auch zwei Kommunisten aus Chile in den Dschungel gefahren um die Guerilla kennenzulernen. Eine 25 jährige Mexikanerin überlebte das Blutbad und liegt nun in einem Krankenhaus Quitos.
So geschieht es zur Zeit und während sich die PräsidentInnen streiten demonstrieren in über 100 Städten der Welt, Leute gegen den Paramilitarismus in Kolumbien. Dieser fordert unzählige Tote und Verletze, alleine in Venezuela leben ca. 1.6 Millionen Vertriebene und aus Kolumbien geflüchtete Menschen und auch im kleinen Ecuador sind es mehr als 300.000.
Auch viele der heute weltweit durch die Strassen ziehenden Leute sind kolumbianische Flüchtlinge die ein Zeichen gegen die permanente Gewalt seitens der AUC und anderer Paras, der kol. Armee und Polizei setzen wollen.
Auch die Farc wollte in manchen der 20 Städte in Kolumbien wo heute Aktionen stattfanden mitmachen fanden aber andere teilnehmende Gruppen dann nicht so toll.

Die Infos enstammen unterschiedlicher z.b bei aporrea.org veröffentlicher Pressemeldungen (2MSM-links zu den ermordeten AusländerInnen s.u.), auf die Richtigkeit gibt es kein Gewehr und Krieg ist sowie dumm, weil es sich bei dem ganzen Theater auf politischer Bühe eigentlich um nicht mehr als ne Ausführung und Reinszenierung ansozialisierte Characterzüge und Erfahrungen der beteligten Präsidentenpersonen und PolitkerInnen handelt. Das Doofe ist das für diese psychischen Gewaltstörungen der PolitikerInnen immer wieder Menschen drauf gehen.. Scheiss Geschäft...


 http://www.eluniversal.com.mx/notas/488003.html
 http://www.lanacion.cl/prontus_noticias_v2/site/artic/20080306/pags/20080306161048.html

psychologisierend???

tina 07.03.2008 - 03:37
Also ist ja erstmal ne ganz gute Zusammenfassung... in Venezuela leben übrigens 4-5 Millionen Leute kolumbianischen Ursprungs. Unter Chávez hat über eine Million einen venezolanischen Pass bekommen.

Aber Deine Schlussfolgerung ist doch sehr merkwürdig. Ecuador ist einfach bombardiert worden und kolumbianische Truppen sind eingedrungen und haben eine Militäroperation durchgefürht. Dabei haben sie nicht nur die Grenzen, die Souveränität usw. verletzt, sondern die kolumbianischen Truppen haben einen ganzen Haufen der vermeintlichen Guerrilleros mit einem Schuß in den Rücken exekutiert. Das ist nach Kriegsrecht ein Kriegsverbrechen. Dann haben sie den ecuatorainischen Präsidenten und die internationale Gemienschaft nach Strich und Faden belogen und behaupten jetzt Ecuador habe politischen Abkommen mit der FARC und Venezuela finanziere die FARC. Beleg dafür seien einige word-docs, die auf dem Notebook des getöteten FARC-Kommandanten Raul Reyes gefunden wurde. Bezüglich Ecuador steht da z.B. "Das ist eine geheime Mitteilung desewegen wird der ecuatorische Verteidigungsminister Gustavo Larrea im weiteren Text Juan genannt". Wirklich sehr überzeugend und geheim...
Dann hat Kolumbien gesagt es betrachtet als sein Recht "Terroristen" überall zu jagen. Was soviel heißt wie sie würden jederzeit wieder eines ihrer Nachbarländer bombardieren oder angreifen. Und vor allem ist das eine direkte Drohung gegen Ecuador und Kolumbien, die ja laut Kolumbien die FARC unterstützen und Camps zulassen (haha, in Kolumbien sind bestimmt 100 Mal so viele Guerillacamps, sind die auch "zugelassen"?).
Nicaragua hat auch nicht einen Streit wegen so ein paar Inseln, sondern es geht darum, dass Kolumbien konsequent die vom internationalen Gerichtshof festgelegten Grenzen missachtet und u.a. Fischereilizenzen für nicaraguanische Gewässer verkauft...
Es ist also mitnichten psychologisch oder persönlich motiviert, wenn diese Länder von der internationalen Gemeinschaft ein harte und kompromisslose Verurteilung Kolumbiens fordern und die Garantie, dass alle Grenzen respektiert werden. Alles andere wäre die Möglichkeit eines Angriffs durch Kolumbien offen zu lassen.

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