Greenpeace Mauert Bank ein

alerta antifascista 06.03.2008 14:31 Themen: Atom Biopolitik Ökologie
Heute, 6. März 2008, wurde in Wien eine Filliale der "erste Bank" von Greenpeace AktivistInnen zugemauert.
Als Reaktion auf die Teilnahme am Bau eines Atomkraftwerkes wurde heute eine "Erste Bank" Filliale in Wien eingemauert.
Die Zugänge wurden von Greenpeace-AktivistInnen zuerst geschlossen und dann wurden die Zugänge zugemauert.
Zuerst ließ man die AktivistInnen gewähren, nach einiger Zeit kam jedoch die Polizei; um sich das Schauspiel anzusehen.

Als man das Haus dann "sarniert" hat, wurde eine Sitzblockade errichtet.
Diese wurde jedoch bald durch die Polizei aufgelöst

Meiner Ansicht nach handelte es sich um eine Gruppe mit ca. 10-höchstens 15 AktivistInnen

Es wurde gefordert, dass Die "Erste (dumme) Bank" aus dem Atomkraftwerkprojekt austritt.

Mit dieser Aktion wurde ein Zeichen gegen Atomkraftwerk gesetzt, wie es in Österreich schon einige Zeit nicht mehr vorgekommen ist.

Weiter so!!!
Keine Atomkraft, es geht auch anders!!!

Autonome Antifa Salzkammergut
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Ergänzungen

Mochovce-Protest

http://diepresse.com/ 06.03.2008 - 21:34
Mochovce-Protest: Greenpeace mauert Erste Bank zu

Die Bank soll einen Kredit für die AKW-Betreiber zurückziehen, fordern die Umwelt-Aktivisten. Die Erste beruft sich auf eine EU-Prüfung. Mochovce gilt als Risiko-Reaktor.

Kunden mussten am Donnerstag die Zentrale der Ersten Bank am Wiener Graben über den Nebeneingang betreten: Aktivisten von Greenpeace hatten den Haupteingang mit Ytong-Steinen zugemauert. Grund ist die Beteiligung der Ersten Bank-Tochter Slovenska Sporitelna an der Kreditvergabe für Slovenske Elektrarne (SE), die das umstrittene Atomkraftwerk Mochovce betreibt. Die Umweltorganisation fordert einen sofortigen Ausstieg aus der Finanzierung des AKW Mochovce. Das Atomkraftwerk gilt Atomgegnern als Hochrisiko-Meiler, da er westlichen Sicherheitsstandards nicht entspricht. Er ist beispielsweise nicht von einer Schutzhülle (Containment) umgeben, während in Frankreich oder Finnland zwei Hüllen Standard sind.

Etwa 30 Greenpeace-Aktivisten hatten sich gegen 7.30 Uhr vor dem Haupteingang getroffen und mit dem Bau der Mauer begonnen. Innerhalb kürzester Zeit waren um die 15 Polizisten an Ort und Stelle. "Wahnsinn, wie schnell man so etwas aufbauen kann", zeigte sich ein Beamter über den raschen Mauerbau überrascht. "Der Staat scheint zu funktionieren", meinte Steffen Nichtenberger, Greenpeace-Pressesprecher zu dem schnellen Auftauchen der Wiener Polizei.
Kunden wenig beeindruckt

Über den Nebengang war die Bank noch betretbar, wäre dieser auch versperrt worden, hätte es für die Umweltorganisation rechtliche Konsequenzen gegeben. Die Menschen, die dort ein- und ausgingen, zeigten sich von der Aktion wenig beeindruckt. "Ich muss zugeben, ich bin für Atomenergie. Ich bin ein guter Kunde der Bank, aber es ist natürlich das gute Recht von Greenpeace, hier so eine Aktion zu machen", so ein Betroffener. Ein junger Mann zeigte sich ebenfalls von der Atomenergie überzeugt, da diese kein CO2 ausstoße. Und wenn ein Atomkraftwerk nicht sicher sei, dann müsse die EU durchgreifen und keine NGO.
Erste beruft sich auf EU-Prüfung

Erste Bank-Sprecher Michael Mauritz erklärte, die Frage eines Rücktritts aus dem Vertrag mit der SE stelle sich gar nicht. Um eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Atomkraftwerks Mochovce müsse sich die EU kümmern. Laut Erste Bank wurde vereinbart, dass der Kredit "lediglich für allgemeine betriebliche Zwecke von Slovenkse Elektrarne verwendet werden darf".

Die Versperrung des Haupteingangs hätte den Kundenverkehr nicht gestört, negative Reaktionen von Kundenseite wären ihm bis jetzt nicht bekannt. Die Aktion wurde von der Polizei kurz nach neun Uhr aufgelöst, der Filialleiter der Bank hatte selbst einige Steine umgeworfen.


Wochenlange Proteste gegen Mochovce

Seit Wochen demonstrieren Atomkraftgegner vor der Bank in Wien, auch Gespräche mit Vertretern der Ersten haben stattgefunden, allerdings keine Einigung gebracht. An dem Kredit in der Höhe von 800 Millionen Euro, den ein Konsortium verschiedener europäischer Banken an den slowakischen Kraftwerksbetreiber Slovenske Elektrarne (SE) vergibt, ist auch die zu hundert Prozent im Eigentum der Ersten Bank stehende Slovenska Sporitelna beteiligt.

Auch Global 2000 unterstützt den Greenpeace-Protest. Anti-Atom-Sprecherin Silva Herrmann von der österreichischen Umweltschutzorganisation forderte von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Umweltminister Josef Pröll (ÖVP), gegenüber der Slowakei auf eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.

Finazierung gegen Kundenwünsche

Info 06.03.2008 - 22:09
"Die Erste Bank will mit dem Geld ihrer Kunden ein unsicheres Atomkraftwerk vor den Toren Wiens finanzieren, obwohl die Mehrheit der Österreicher ist gegen Atomkraft ist", erklärte Jurrien Westerhof, Energie-Experte von Greenpeace. "Wir verlangen von der Erste Bank, dass sie umgehend aus der Finanzierung des AKW Mochovce aussteigt".

Veralterte Reaktorenbauweise

Die Erste Bank ist Teil eines Konsortiums, das die Errichtung von zwei neuen Reaktoren in Mochovce finanzieren will. Bereits vor einem Jahr beschlossen die slowakische Regierung und der italienische Energie-Multi ENEL, Eigentümer des slowakischen Kraftwerksbetreibers SE (Slovenské elektrárne), diesen Reaktor-Neubau.

Derzeit sind am AKW-Standort Mochovce zwei Reaktoren des Typs WWER 440-213 in Betrieb, einer veralteten sowjetischen Reaktorart aus den frühen 1970er-Jahren. Zwei weitere Reaktoren desselben Typs sollen nun neu gebaut werden. Beiden Meiler sollen ohne Containment-Schutzhülle gebaut werden, obwohl das die aktuellen Sicherheitsnormen erfordern würden, erklärte ein Aktivist.

150 Kilometer von Wien entfernt

"Ein Flugzeugabsturz auf das Atomkraftwerk würde mit großer Wahrscheinlichkeit eine nukleare Katastrophe auslösen - Und das gerade einmal 150 Kilometer von Wien entfernt", warnt Greenpeace-Sprecher Westerhof.

Greenpeace kritisiert das Vorgehen der Erste Bank aufs Schärfste: "Allein die Missachtung von internationalem Umweltrecht sollte für die Erste Bank Grund genug zum Ausstieg aus der Atomkraft-Finanzierung sein" so Westerhof.

Neben Greenpeace kämpft auch Global 2000 gegen das Kraftwerk. Die Organisation fordert von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Umweltminister Josef Pröll (ÖVP), gegenüber der Slowakei auf einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.

Die Erste Bank der oösterreichischen Sparkassen AG ist die größte Bank Österreichs nach der Bilanzsumme und das Spitzeninstitut des österreichischen Sparkassensektors mit Hauptsitz in Wien.

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