Hamburg: Bündnisdemo gegen Bildungsabbau
Gestern, am 21.2. haben ca. 500 Studierende, SchülerInnen, GewerkschaftlerInnen und weitere Gruppen gegen die Bildungspolitik des CDU-Senats demonstriert.
Unter dem Motto "Gebührenfreie Bildung und eine erfreuliche Zukunft für Alle! Solidarität statt sozialer Auslese!" versammelten sich ab 17 Uhr ca. 500 Personen aus den unterschiedlichsten Spektren und Organisationen beim Tankstellenparkplatz am Dammtorbahnhof. Leider fing es wie bestellt pünktlich an leicht zu regnen; kalter Wind machte das Herumstehen nicht unbedingt angenehm, der guten Stimmung tat das jedoch kaum Abbruch.
Nach der Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen von Studierenden der Uni Hamburg und HfbK ging es los Richtung Gänsemarkt. Auf dem Weg dorthin wurde den PassantInnen immer wieder der Anlass der Demo per Lautsprecherwagen durchgesagt, es gab Sprechchöre.
Am Gänsemarkt gab es dann die erste Zwischenkundgebung (die Redner sind mir leider entfallen), Flyer wurden verteilt. Weiter gings über Jungfernstieg, Große Bleichen, Axel-Springer Platz, U Rödingsmarkt und Alter Wall, wo schliesslich vor der Handelskammer ein Redebeitrag der Fachschaftsrätekonferenz der Uni Hamburg stattfand. Es wurde unter anderem auf die Interessenüberschneidungen und - übereinstimmungen zwischen eben dieser und der wirtschaftshörigen CDU-Senatspolitik hingewiesen.
Schliesslich zogen die DemonstrantInnen über Neuen Wall, Jungfernstieg und Bergstraße auf die Mönkebergstraße um dann am Gerhard-Hauptmann-Platz ihre Abschlusskundgebung zu halten. Es sprachen Klaus Bullan (Vorsitzender der GEW), welcher noch eine unverbindliche Wahlempfehlung zuungunsten der Konservativen abgab, sowie schliesslich noch der Schauspieler Rolf Becker in einer durchaus kämpferischen und bejubelten Rede.
Abschliessend ist festzuhalten, dass die Beteiligung trotz des sehr breiten Bündnisses etwas enttäuschend war, wozu sicher auch das ungemütliche Wetter beigetragen hat. Am Ort der Abschlusskundgebung verliessen die meisten TeilnehmerInnen relativ schnell den Platz, wodurch die Möglichkeit jeglicher Spontanaktionen stark geschmälert wurde. Allerdings gab es auch keinen EA, weshalb konfrontativer Protest nur unter erhöhtem Risiko möglich gewesen wäre.
Die Polizei hielt sich während der Demonstration zurück. Bis auf einen Trupp von ein paar Dutzend Bereitschaftspolizisten, der vorneweg lief, zogen sie es wohl auch aufgrund des Wetters vor, in den Wägen zu bleiben.
Das Positive ist vielleicht, dass es überhaupt eine so breit getragene Demonstration gab, die auch die lokale Presse mit ein paar Zeilen bedacht hat (obwohl die angegebe Teilnehmerzahl von 150-200 doch deutlich zu tief gegriffen ist).
Hamburger Abendblatt:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/22/850764.html
taz Hamburg:
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2008%2F02%2F22%2Fa0038&src=UA&cHash=d907e75676
Alles in allem ausbaufähig.
Nach der Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen von Studierenden der Uni Hamburg und HfbK ging es los Richtung Gänsemarkt. Auf dem Weg dorthin wurde den PassantInnen immer wieder der Anlass der Demo per Lautsprecherwagen durchgesagt, es gab Sprechchöre.
Am Gänsemarkt gab es dann die erste Zwischenkundgebung (die Redner sind mir leider entfallen), Flyer wurden verteilt. Weiter gings über Jungfernstieg, Große Bleichen, Axel-Springer Platz, U Rödingsmarkt und Alter Wall, wo schliesslich vor der Handelskammer ein Redebeitrag der Fachschaftsrätekonferenz der Uni Hamburg stattfand. Es wurde unter anderem auf die Interessenüberschneidungen und - übereinstimmungen zwischen eben dieser und der wirtschaftshörigen CDU-Senatspolitik hingewiesen.
Schliesslich zogen die DemonstrantInnen über Neuen Wall, Jungfernstieg und Bergstraße auf die Mönkebergstraße um dann am Gerhard-Hauptmann-Platz ihre Abschlusskundgebung zu halten. Es sprachen Klaus Bullan (Vorsitzender der GEW), welcher noch eine unverbindliche Wahlempfehlung zuungunsten der Konservativen abgab, sowie schliesslich noch der Schauspieler Rolf Becker in einer durchaus kämpferischen und bejubelten Rede.
Abschliessend ist festzuhalten, dass die Beteiligung trotz des sehr breiten Bündnisses etwas enttäuschend war, wozu sicher auch das ungemütliche Wetter beigetragen hat. Am Ort der Abschlusskundgebung verliessen die meisten TeilnehmerInnen relativ schnell den Platz, wodurch die Möglichkeit jeglicher Spontanaktionen stark geschmälert wurde. Allerdings gab es auch keinen EA, weshalb konfrontativer Protest nur unter erhöhtem Risiko möglich gewesen wäre.
Die Polizei hielt sich während der Demonstration zurück. Bis auf einen Trupp von ein paar Dutzend Bereitschaftspolizisten, der vorneweg lief, zogen sie es wohl auch aufgrund des Wetters vor, in den Wägen zu bleiben.
Das Positive ist vielleicht, dass es überhaupt eine so breit getragene Demonstration gab, die auch die lokale Presse mit ein paar Zeilen bedacht hat (obwohl die angegebe Teilnehmerzahl von 150-200 doch deutlich zu tief gegriffen ist).
Hamburger Abendblatt:
http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/22/850764.html taz Hamburg:
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2008%2F02%2F22%2Fa0038&src=UA&cHash=d907e75676 Alles in allem ausbaufähig.
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Ergänzungen
...
Naja man muss sagen, dass für dieses Thema, bei dem wir auch aus vielen bürgerlichen Spektren Zustimmung bekommen, leider viel zu wenig Leute da waren...Lag wohl aber auch am Wetter...
Naja und durch die andauernde Musik wurden laute Sprechchöre eigentlich verhindert. Nächstes mal bitte genauer überlegen ob man beim Latschen Mucke braucht die Lauter als Sprechchöre ist...
menge
Leider keine 500...
Das 1. Bild (2 Leute und das schwarzweiße Transpi) zeigt übrigens nicht die GEW, sondern eine kleine Kundgebung von Linksjugend ['solid] und SAV nachmittags vor der Demo am U-Bahnhof Mundsburg. Geplant war noch eine kleine Aktion in der Bildungs- oder Wissenschaftsbehörde gemeinsam mit Studierenden von der HfbK, leider hatten ein Paar grüngekleidete Herren ein Problem mit deren Lauti und so wurde dann direkt zur Demo gegangen.
PS: Danke fürs unkenntlichmachen
fotos und teilnehmerzahl
am abschluss war dagegen kaum noch was da, vielleicht 100. das lag wohl auch am regen.
leider sind die fotos nicht so gut geworden dank des wetters.
ein kleiner trupp machte sich anschließend noch auf ins congress-center-hamburg, wo angela merkel wahlkampfauftritt hatte. da aber der abschlussort mitten in der mönkebergstraße war und noch dazu um zwanzig vor acht, war es nicht möglich rechtzeitig anzukommen - schlechte demoplanung.
da aber sowieso sich niemand um einen ea gekümmert hat war das vielleicht auch besser so, die cops waren nämlich zum schluss der kundgebung doch nervös geworden und räumten die mönkebergstraße relativ ruppig, wollten auch noch einen mitnehmen.
wie das ausgesehn hätte, wenn wir angie und ole gestört hätten können wir uns ja vorstellen.
hamburger bullen koksen einfach zuviel.
Der Autor hat sich wohl verzählt
Das ist ja mehr als traurig.
@ Zahlengott
Trotzdem es waren natürlich zu wenige, das muss besser werden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gähn — Lasse
Wieviele Studierende gibts in Hamburg? — insgesamt knapp 40.000?
auch bei geringen teilnehmerzahlen... — the secretary
Auf den Punkt — Peter Lustig