Ein Tag mit historischer Bedeutung
Ein Tag mit historischer Bedeutung
Mit der Unterzeichnung und Umsetzung der Erklärung von Hugo Chávez, Evo Morales und Fidel Castro vom 29. April hat ein Prozess der multistaatlichen Abkehr vom Neoliberalismus in Südamerika begonnen und könnte sich in der Folge als historisch bedeutsames Datum herausstellen.
Mit der Unterzeichnung und Umsetzung der Erklärung von Hugo Chávez, Evo Morales und Fidel Castro vom 29. April hat ein Prozess der multistaatlichen Abkehr vom Neoliberalismus in Südamerika begonnen und könnte sich in der Folge als historisch bedeutsames Datum herausstellen.
Ein Tag mit historischer Bedeutung
Mit der Unterzeichnung und Umsetzung der Erklärung von Hugo Chávez, Evo Morales und Fidel Castro vom 29. April hat ein Prozess der multistaatlichen Abkehr vom Neoliberalismus in Südamerika begonnen und könnte sich in der Folge als historisch bedeutsames Datum herausstellen.
http://www.jungewelt.de/2006/05-03/037.php
Während die deutsche und internationale Presse, lediglich den Teilaspekt, heute die Verstaatlichung der Öl und Gasreserven, als einen Akt der militärischen gewalttätigen Okkupation von Besitzstandsansprüchen darstellt:
Netzeitung: "Boliviens Militär besetzt Gas-Förderanlagen" und dabei die weitergehenden Intentionen wohlweislich verschweigt, bedeutet dieser Schritt der drei Staaten, dem sich in Zukunft vermutlich noch mehrere anschließen werden eine offene Kampfansage an den neoliberalen Kernstaat Amerika und die Etablierung und zielgerichtete Umsetzung von Alternativen, deren Ausmaß auch in der Fernwirkung auf Europa noch gar nicht abzusehen ist.
Dass diese Politik aus dem Volk für das Volk und vom Volk geleitet wird, dürfte die südamerikanischen Staaten zu einem Kristallisationspunkt der zukünftigen globalisierungskritschen Bewegung machen und deren Forderungen wesentlich mehr Gewicht verleihen.
Auch wenn wir hier immer noch mit den Auswüchsen des Wirtschaftsfaschismus zu tun haben und darunter in vielfältigster Weise leiden, sollten unserer Gedanken an diesem 1. Mai den Völkern in Südamerika gelten, die viel für uns alle erreicht haben.
Gerade unter den Bedingungen von Militärdiktaturen, Killerkommandos und indigener Verfolgung kann dies gar nicht hoch genug geschätzt werden.
Mit der Unterzeichnung und Umsetzung der Erklärung von Hugo Chávez, Evo Morales und Fidel Castro vom 29. April hat ein Prozess der multistaatlichen Abkehr vom Neoliberalismus in Südamerika begonnen und könnte sich in der Folge als historisch bedeutsames Datum herausstellen.
http://www.jungewelt.de/2006/05-03/037.php Während die deutsche und internationale Presse, lediglich den Teilaspekt, heute die Verstaatlichung der Öl und Gasreserven, als einen Akt der militärischen gewalttätigen Okkupation von Besitzstandsansprüchen darstellt:
Netzeitung: "Boliviens Militär besetzt Gas-Förderanlagen" und dabei die weitergehenden Intentionen wohlweislich verschweigt, bedeutet dieser Schritt der drei Staaten, dem sich in Zukunft vermutlich noch mehrere anschließen werden eine offene Kampfansage an den neoliberalen Kernstaat Amerika und die Etablierung und zielgerichtete Umsetzung von Alternativen, deren Ausmaß auch in der Fernwirkung auf Europa noch gar nicht abzusehen ist.
Dass diese Politik aus dem Volk für das Volk und vom Volk geleitet wird, dürfte die südamerikanischen Staaten zu einem Kristallisationspunkt der zukünftigen globalisierungskritschen Bewegung machen und deren Forderungen wesentlich mehr Gewicht verleihen.
Auch wenn wir hier immer noch mit den Auswüchsen des Wirtschaftsfaschismus zu tun haben und darunter in vielfältigster Weise leiden, sollten unserer Gedanken an diesem 1. Mai den Völkern in Südamerika gelten, die viel für uns alle erreicht haben.
Gerade unter den Bedingungen von Militärdiktaturen, Killerkommandos und indigener Verfolgung kann dies gar nicht hoch genug geschätzt werden.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Amerika ist kein Staat...
Hr.Steinmeier war am 1. Mai 2006 auch i.d. L
(
Die Kampfpanzer vom Typ Leopard 2, deren Export die Bundesregierung im Dezember genehmigt hat, sollen im Norden Chiles nahe den Grenzen zu Bolivien [1] und Peru stationiert werden. Dies meldete am Wochenende die chilenische Presse.[2] Damit bestätigen sich Vermutungen, denen zufolge die deutschen Panzer unmittelbar eingesetzt werden können, sollte sich der Konflikt zwischen Chile und einem der nördlich angrenzenden Staaten zum Krieg ausweiten. Die dortigen Grenzstreitigkeiten, die sich um fischreiche Gewässer und einen Zugang Boliviens zum Meer drehen, dürften auch Gegenstand der Gespräche sein, die der deutsche Außenminister und seine Delegation heute in der chilenischen Hauptstadt führen. Santiago wünscht die Lieferung von rund 200 weiteren deutschen Kampfpanzern. Dafür wird auch ein Dreiecksgeschäft erwogen, demzufolge die Schweiz einen Teil ihrer Leopard 2-Bestände an Deutschland zurückgeben könnte - zur Weiterleitung nach Chile.
Deutsche Waffen
Bereits jetzt würde ein Krieg zwischen Chile und Peru um die Seegrenze zwischen den beiden Staaten mit deutschen Waffen geführt. Rund zwei Drittel der insgesamt 350 derzeitigen chilenischen Kampfpanzer stammen aus Deutschland (Leopard 1). Auch die Marine setzt deutsches Kriegsgerät ein. Zwei U-Boot-Lieferungen der deutschen Werft HDW gehen auf eine Bestellung aus dem Jahr 1980 zurück, als in Santiago das Militärregime von Augusto Pinochet herrschte. In den Jahren 1997 und 1998 verschiffte die Bundeswehr sechs Schnellboote der Tiger-Klasse in das südamerikanische Land. Sie sind für die Überwasser-Kriegführung in Küstengewässern geeignet. In den vergangenen Jahren verzeichnete die deutsche Rüstungsindustrie Nachfolgeaufträge (Ersatzteile und Erweiterungen für bereits geliefertes Kriegsgerät) im Wert von mehr als 10 Millionen Euro pro Jahr.[3]
"Bewunderung und Dankbarkeit"
Die deutsch-chilenische Militär- und Rüstungskooperation geht zurück auf Bestrebungen des Kaiserreichs, die deutschen Positionen in Südamerika gegen die europäische und US-amerikanische Konkurrenz zu stärken. Berlin nutzte damals Modernisierungspläne in der chilenischen Armee, um deutsche Offiziere als Ausbilder anzubieten. Seit der Entsendung des ersten Militär-Instrukteurs Emil Körner im Jahr 1885 nahm der deutsche Einfluss kontinuierlich zu; Körner wurde 1904 schließlich zum Heeresinspekteur ernannt und trat damit an die Spitze des chilenischen Heeres. Im Jahr 1911 schrieb der deutsche Gesandte in Santiago nach Berlin: "Im chilenischen Heer bilden sich zu den wirklich maßgebenden Personen immer mehr die Offiziere (...) heran, die großenteils hier und in Deutschland die deutsche militärische Ausbildung genossen haben und die fast alle Bewunderung und Dankbarkeit für Deutschland hegen."[4] Ein Jahr zuvor hatte das Auswärtige Amt bereits festgestellt, dass dank der deutschen Militär-Instrukteure deutsche Firmen in Chile als Waffenlieferanten bevorzugt wurden. Die Sympathie für Deutschland in der chilenischen Armee verhinderte im Ersten Weltkrieg schließlich einen Kriegseintritt des Landes auf der Seite der Alliierten.[5]
Zurückerobert
Nach dem Krieg nahm Berlin die Militärkooperation mit Santiago trotz des Verbots durch den Versailler Friedensvertrag wieder auf. Von starken Veränderungen zur Vorkriegssituation berichtete ein 1924 nach Chile entsandter deutscher Offizier: "In der Luftwaffe gab es britische Instrukteure, chilenische Offiziere dienten in großer Zahl im französischen Heer, und im chilenischen Heer hatte die französische Weltanschauung großen Widerhall gefunden."[6] Wie der deutsche Militär vermeldete, gelang es ihm mit Hilfe von "Freunden und Schülern aus früheren Zeiten" binnen weniger Jahre, "den deutschen Einfluß auf das Heer zurück(zu)erober(n)". 1935 resümierte ein in den 1920er Jahren als Militär-Attaché in Berlin tätiger chilenischer Generalmajor: "Viele Chilenen, die heute im Heer dienen, haben ihre Ausbildung in Deutschland genossen, unter ihnen befindet sich auch der jetzige Oberkommandierende (...), der 1927 bis 1929 in Dresden und Potsdam kommandiert war."[7] Auch Rüstungslieferungen blieben nicht aus. Noch 1940 bemühte sich Santiago um Waffenkäufe in Deutschland, musste allerdings wegen des deutschen Eigenbedarfs auf die Zeit nach dem Krieg vertröstet werden.[8]
"Eng und freundschaftlich"
In der deutsch geprägten chilenischen Armee der 1930er Jahre begann der spätere Putschist und Militärdiktator Augusto Pinochet seine militärische Laufbahn, für die er auf den Offiziersschulen des Landes unter anderem mit NS-Materialien ausgebildet wurde.[9] Die U-Boot-Bestellungen des Pinochet-Regimes bei der deutschen Werft HDW im Jahr 1980 bildeten nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Einfluss Washingtons in Santiago dominierte, einen neuen Höhepunkt der deutsch-chilenischen Rüstungskooperation, in deren Tradition die aktuellen Panzerlieferungen stehen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den Armeen beider Staaten dauert an. "Militärische Ausbildungshilfe, Expertengespräche, Stabsgespräche und eine Vielzahl von gegenseitigen Besuchen" bildeten die Basis für "besonders enge und freundschaftliche Beziehungen", berichtete die Deutsche Marine im Jahr 2002 anlässlich der Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold an den Oberbefehlshaber der chilenischen Marine. Dessen "Bemühungen um die rüstungspolitische Zusammenarbeit mit der deutschen Werftenindustrie" fanden besondere Erwähnung.[10]
Aufmarschgebiet
Jüngster Ausdruck der deutsch-chilenischen Militärkooperation ist die Verleihung der "Cruz de la Victoria" ("Siegeskreuz"), eines Ehrenabzeichens der chilenischen Armee, an den deutschen Heeresinspekteur Hans-Otto Budde. Bereits sein Amtsvorgänger Gert Gudera war bei einem Besuch in der chilenischen Hauptstadt mit einem militärischen Orden dekoriert worden. Wie die deutsche Botschaft in Santiago mitteilt, hat Budde vor dem Empfang der "Cruz de la Victoria" Ende März Gespräche mit der chilenischen Verteidigungsministerin geführt und eine Luft- und Raumfahrtmesse besucht, auf der auch prominente deutsche Rüstungsfirmen vertreten waren. Anschließend bereiste der deutsche Heeresinspekteur den Norden des Landes, wo die deutschen Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 stationiert werden sollen.[11] Es handelt sich um das Aufmarschgebiet für einen eventuellen Krieg gegen Peru oder Bolivien.
[1] s. auch Wandel durch Entwicklung
[2] Ejército prepara construcción en el norte de instalaciones de Leopard-2; La Tercera 29.04.2006
[3] Rüstungsexportberichte der Bundesregierung 1999 bis 2004
[4], [5] Gerhard Brunn: Deutscher Einfluss und deutsche Interessen in der Professionalisierung einiger lateinamerikanischer Armeen vor dem 1. Weltkrieg (1885-1914), in: Jahrbuch für Geschichte von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft Lateinamerikas 6 (1969), S. 328-335
[6] Victor Farías: Die Nazis in Chile, Berlin/Wien 2002, S. 252f
[7] Farías, S. 248
[8] Farías, S. 254f
[9] Farías, S. 260-266
[10] Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold fuer chilenischen Admiral; www.deutschemarine.de 18.10.2002
[11] Ejército chileno condecora a Inspector del Ejército Alemán con la "Cruz de la Victoria"; www.santiago.diplo.de/es/Nachricht__Besuch__Budde.html
s. auch Kontrolle über den Sicherheitssektor
ist bestimmt auch bedeutungsschwanger
aber Steinmeier ist kein Hermeneutiker