Was haben die Unruhen in Bolivien mit uns zu
Diese Frage ist schneller beantwortet als manch einer glauben mag. In Bolivien geht es um den Ausverkauf einer der wichtigsten Rohstoffe des Landes, ums Gas. Bei uns streitet mensch sich um Agenda 2010, Hartz Kommission usw. - kurzum, um drastische Sozialkürzungen.
Doch beides kommt vom selben Druck, vom Druck, alles zu kapitalisieren, aus dem sich irgendwie Geld herausschlagen läßt. Ja, ich spreche von der Globalisierung, und zwar von der ökonomischen Globalisierung, so wie sie von Wirtschaftslobbyisten, Massenmedien, PolitikerInnen als alternativlos propagiert wird.
Der Unterschied liegt nur darin, daß sich die neoliberalen Umstrukturierungen in Ländern der sgn. Dritten Welt meist katasrtophal auswirken, d.h. die Lebensgrundlagen für breite Bevölkerungsschichten werden zerstört, während die Menschen in den « entwickelten » Industrieländern, mehr oder weniger sozial abgefedert, diese Maßnahmen als - oft herbe - Einschnitte hinnehmen müssen.
In Bolivien - und das hat gewissermaßen schon Tradition seit dem erfolgreichen Kampf gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba im Jahre 2000 - gehen die Bauern [Campesin@s] und die Ureinwohner [Indigenas] - die den Hauptteil der Bevölkerung ausmachen - massiv auf die Straße, d.h. sie organisieren landesweite Straßenblokaden und Sternmärsche auf die Hauptorte des Landes. Andere Gruppen - von TaxifahrerInnen über LastwagenfahrerInnen - bis hin zu LehrerInnen - schließen sich den Protesten in Form von Streiks an. Selbst Polizei [es gab tatsächlich bereits mehrfach Schießereien zwischen Polizei und Milirär] - und sogar auch Teile des Militärs haben sich auf die Seite der aufständigen Bevölkerung gestellt.
Ein Blick in die Nachbarschaft: Seit dem Sturz der Regierung in Argentinien im Dezember 2001 sind neue Formen des Protestes und der Selbstorganisation entstanden. Arbeitslose (Piqueter@s) machen - nach bolivianischem Vorbild - Strassenblockaden [sie unterscheiden sich darin, daß nicht wie in Bolivien Steine benutzt werden sondern brennende Autoreifen] und ArbeiterInnen besetzen Fabriken - mit der erstaunlichen Konsequenz, daß sowohl die Löhne als auch die Produktivität sich steigern - am bekanntesten sind die Textilfabrik Brukman und die Keramikfabrik Zanon - aber inzwischen gibt es über 100 Fabrikbesetzungen in Argentinien.
Sollen wir abwarten, bis im « Kampf gegen den internationalen Terrorrismus » Intervevtionsarmeen abgesandt werden gegen soziale Basisbewegungen?
Der 11. September ist nicht nur das Datum der fürchterlichen Terroranschläge gegen die USA vor 2 Jahren. Der 11. September ist auch der Jahrestag des von den USA gestützten faschischtischen Putsches gegen die sozialistische Alliende Regierung in Chile, um erstmals das « Neolinerale Projekt » mit blutiger Gewalt in der Welt durchzusetzen.
Und wir? Muß es denn uns erst so schlecht gehen wie den Menschen in Argentinien oder Bolivien, damit wir auf die Straße gehen? Und wenn selbst einige selbsternannte Linke zu Bundesweiten Demonstrationen aufrufen. Reicht das denn? Ist es nicht viel näherliegend, sich den Vorbildern aus Lateinamerika anzuschließen und statt - « alles unter 50 Tausend keinen Nachrichtenwert » - Latschdemos zu organisieren, zivilen Ungehorsam demonstrieren? Warum nicht mal 'ne Fabrikbesetzung ? Warum keinen - wenn auch "verfassungswidrigen" - Generalstreik ? Warum keine Öffentliche Anklage der VerbrecherInnen unseres Systems vor deren Häusern [na gut in Argentinien war letzteres etwas einfacher wegen der Militärdiktatur]
Warum nicht?
Weitere Informationen: www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/imf/bolivia/txt/2003/indexde.htm
Der Unterschied liegt nur darin, daß sich die neoliberalen Umstrukturierungen in Ländern der sgn. Dritten Welt meist katasrtophal auswirken, d.h. die Lebensgrundlagen für breite Bevölkerungsschichten werden zerstört, während die Menschen in den « entwickelten » Industrieländern, mehr oder weniger sozial abgefedert, diese Maßnahmen als - oft herbe - Einschnitte hinnehmen müssen.
In Bolivien - und das hat gewissermaßen schon Tradition seit dem erfolgreichen Kampf gegen die Wasserprivatisierung in Cochabamba im Jahre 2000 - gehen die Bauern [Campesin@s] und die Ureinwohner [Indigenas] - die den Hauptteil der Bevölkerung ausmachen - massiv auf die Straße, d.h. sie organisieren landesweite Straßenblokaden und Sternmärsche auf die Hauptorte des Landes. Andere Gruppen - von TaxifahrerInnen über LastwagenfahrerInnen - bis hin zu LehrerInnen - schließen sich den Protesten in Form von Streiks an. Selbst Polizei [es gab tatsächlich bereits mehrfach Schießereien zwischen Polizei und Milirär] - und sogar auch Teile des Militärs haben sich auf die Seite der aufständigen Bevölkerung gestellt.
Ein Blick in die Nachbarschaft: Seit dem Sturz der Regierung in Argentinien im Dezember 2001 sind neue Formen des Protestes und der Selbstorganisation entstanden. Arbeitslose (Piqueter@s) machen - nach bolivianischem Vorbild - Strassenblockaden [sie unterscheiden sich darin, daß nicht wie in Bolivien Steine benutzt werden sondern brennende Autoreifen] und ArbeiterInnen besetzen Fabriken - mit der erstaunlichen Konsequenz, daß sowohl die Löhne als auch die Produktivität sich steigern - am bekanntesten sind die Textilfabrik Brukman und die Keramikfabrik Zanon - aber inzwischen gibt es über 100 Fabrikbesetzungen in Argentinien.
Sollen wir abwarten, bis im « Kampf gegen den internationalen Terrorrismus » Intervevtionsarmeen abgesandt werden gegen soziale Basisbewegungen?
Der 11. September ist nicht nur das Datum der fürchterlichen Terroranschläge gegen die USA vor 2 Jahren. Der 11. September ist auch der Jahrestag des von den USA gestützten faschischtischen Putsches gegen die sozialistische Alliende Regierung in Chile, um erstmals das « Neolinerale Projekt » mit blutiger Gewalt in der Welt durchzusetzen.
Und wir? Muß es denn uns erst so schlecht gehen wie den Menschen in Argentinien oder Bolivien, damit wir auf die Straße gehen? Und wenn selbst einige selbsternannte Linke zu Bundesweiten Demonstrationen aufrufen. Reicht das denn? Ist es nicht viel näherliegend, sich den Vorbildern aus Lateinamerika anzuschließen und statt - « alles unter 50 Tausend keinen Nachrichtenwert » - Latschdemos zu organisieren, zivilen Ungehorsam demonstrieren? Warum nicht mal 'ne Fabrikbesetzung ? Warum keinen - wenn auch "verfassungswidrigen" - Generalstreik ? Warum keine Öffentliche Anklage der VerbrecherInnen unseres Systems vor deren Häusern [na gut in Argentinien war letzteres etwas einfacher wegen der Militärdiktatur]
Warum nicht?
Weitere Informationen: www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/imf/bolivia/txt/2003/indexde.htm
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Que Se Vayan Rodos — selva
Feierlich — Made